1. NRW
  2. Landespolitik

NRW-Minister: Warum die neue Landesregierung vor allem Diesel fährt

Keine Wahl bei Minister-Dienstwagen : Warum die neue NRW-Regierung vor allem Diesel fährt

Neuwagen sind gerade schwer zu bekommen - auch für die NRW-Minister. Unter anderem mangelt es an Kabelbäumen, die sonst aus der Ukraine kamen. Ökologisch umrüsten lässt sich der Fuhrpark daher erst mal nicht.

Die Minister der neuen Landesregierung können sich keine neuen Dienstwagen aussuchen. Die Autos wurden bereits vor der Wahl bestellt - wegen der aktuellen Lieferschwierigkeiten. Das geht aus der Antwort der Landesregierung aus einer Kleinen Anfrage der SPD im Landtag hervor.

Wie für jeden „normalen“ Interessenten an einem neuen Auto würde die Beschaffung laut Staatskanzlei 11 bis 18 Monate dauern - „aufgrund der weltweiten Chip- und Lieferkettenproblematik.“ Daher habe man etliche Leasing-Fahrzeuge bereits in der vergangenen Legislaturperiode geordert. Damit die Minister überhaupt Autos haben.

Damit kann Schwarz-Grün jetzt aber zum Beispiel nicht noch mehr Hybrid-Fahrzeuge bestellen: „Wechsel bei Herstellern, Antrieben oder Motorisierungen können daher nicht kurzfristig erfolgen“, heißt es in der Antwort der Staatskanzlei auf die SPD-Anfrage. Damit fahren die Minister vor allem Diesel-Autos von Mercedes Benz oder BMW. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat nach Angaben ihres Hauses den Audi-Hybrid ihres Vorgängers Andreas Pinkwart (FDP) übernommen.

  • CDU-Chef Friedrich Merz und seine Frau
    Fakten-Check : Merz-Flugzeug oder Regierungsdienstwagen - was frisst mehr Sprit?
  • Minister Laumann nutzte Dienstwagen am meisten.
    Kilometer-Rekord : NRW-Minister Laumann nutzte Dienstwagen am meisten
  • AfD stellt Kleine Anfrage : Sylt-Hochzeit von Bundesfinanzminister Lindner wird Thema im NRW-Landtag

„Die neue Landesregierung hat sich hehre Ziele in der Klimaneutralität gesetzt. Ihr aktueller Fuhrpark spricht da leider eine andere Sprache“, so der SPD-Abgeordnete Justus Moor: „Auch wenn es aktuell zu starken Lieferschwierigkeiten kommt, sollte die Landesregierung einen Wechsel hier schnellstmöglich in Angriff nehmen.“

(peng/dpa)