NRW-Minister Michael Groschek lehnt City-Maut und Fahrverbote offenbar vorerst ab

Verkehrsminister Groschek : NRW lehnt City-Maut und Fahrverbote offenbar vorerst ab

Politik und Gesellschaft streiten nach wie vor über Fahrverbote und Mautgebühren für die Innenstädte. Die NRW-Landesregierung hat sich nun vorerst gegen eine City-Maut und ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge ausgesprochen.

"Bevor generelle Fahrverbote ausgesprochen werden, müssen wir die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts abwarten", sagte Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Foto: Radowski

Zudem träfe eine City-Maut zu 70 Prozent Fahrzeuge, die nicht Ursache des Stickstoffoxid-Problems seien. Ziel sei vielmehr "saubere Luft ohne Fahrverbote". Nach Einschätzung Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) ist allerdings nicht auszuschließen, dass es "im Rahmen der rechtlichen Klärung zu Fahrverboten kommen muss, um die Grenzwerte einzuhalten". Man wolle dies allerdings verhindern, damit Autofahrer "nicht für die illegalen Machenschaften der Automobilhersteller bezahlen müssen".

Der Kölner Umweltdezernent Harald Rau hatte die Einführung von City-Maut und ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in der Kölner Innenstadt vorgeschlagen.

(felt)
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