Attacken in der Nacht NRW-Minister für Internationales Liminski sagt Israel-Reise kurzfristig ab

Düsseldorf · Die Eskalation der Gewalt verhindert einen geplanten Besuch. Minister Nathanael Liminski sprach am Sonntag direkt über das Handeln des Iran im Nahen Osten: Das Regime spiele eine unheilvolle Rolle in der ganzen Region.

Nathanael Liminski (CDU), NRW-Minister für Internationales.

Nathanael Liminski (CDU), NRW-Minister für Internationales.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Eigentlich wollte der nordrhein-westfälische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, Nathanael Liminski (CDU), am Montag nach Israel reisen. Wegen der jüngsten Entwicklung – dem Angriff Irans – ist der Besuch nun abgesagt, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte.

Liminski sieht angesichts der Eskalation der Gewalt die Iran-Politik Deutschlands infrage gestellt. „Der direkte Angriff des Iran auf Israel unterstreicht auf dramatische Weise die unheilvolle Rolle, die das Mullah-Regime in Teheran in der ganzen Region spielt“, sagte er unserer Redaktion. „Gleichzeitig hat die erfolgreiche gemeinsame Verteidigung auch mit arabischen Staaten gezeigt, wie belastbar die Partnerschaften Israels mittlerweile sind. Die damit offenkundig gewordene Isolation des Iran wirft auch ernsthafte Fragen an die deutsche Iran-Politik auf.“

Auch an anderer Stelle denkt man in der CDU in diese Richtung. Der Außenexperte der Christdemokraten auf Bundesebene, Norbert Röttgen, kritisierte die Dimension des deutschen Außenhandels mit Iran.

Iran hatte Israel in der Nacht zu Sonntag mit mehr als 300 Raketen und Drohnen angegriffen. Die Attacken lösten weltweit Bestürzung, Mahnungen zur Deeskalation und Rufe nach Konsequenzen aus.

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