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NRW-Landtagswahl: ARD-Umfrage sieht CDU knapp vor SPD

Knappes Rennen : ARD-Umfrage sieht CDU bei NRW-Landtagswahl knapp vor SPD

Wie würde NRW abstimmen, wenn jetzt Landtagswahl wäre und nicht erst in einer Woche? Eine ARD-Umfrage hat die Stimmung der Wählerinnen und Wähler eingefangen.

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt die CDU einer ARD-Umfrage zufolge leicht vor der SPD und wäre damit erneut stärkste Kraft. In der am Donnerstag veröffentlichten ARD-Vorwahlumfrage kommt die CDU auf 30 Prozent (-1 im Vergleich zu Mitte April), die SPD erreicht 28 Prozent. Für die nächste Landesregierung gäbe es demnach mehrere Optionen.

CDU und SPD schneiden beide schlechter ab als bei der Landtagswahl 2017, als die CDU mit 33 Prozent stärkste Kraft geworden und die SPD mit 31,2 Prozent abgewählt worden war. Eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage hatte die SPD ebenfalls bei 28 Prozent gesehen, die CDU sogar bei 32 Prozent.

Die ARD betonte: „Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche.“ Die Momentaufnahme könne nicht das tatsächliche Wahlverhalten messen. „Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.“ Bewegungen seien bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai weiterhin möglich.

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In der aktuellen ARD-Vorwahlumfrage von Infratest dimap erreichen FDP (Landtagswahl 2017: 12,6) und AfD (2017: 7,4) jeweils acht Prozent. Die Grünen können ihr Landtagswahlergebnis von 2017 (6,4) hingegen weit überflügeln und kämen, wie schon im Vormonat, auf 16 Prozent.

Die amtierende schwarz-gelbe Koalition hätte demnach - genau wie in zahlreichen anderen Umfragen zuvor - keine Mehrheit mehr; ebenso wenig gäbe es eine für Rot-Grün. Letztere wäre aber immerhin die Wunsch-Konstellation für 41 Prozent der Befragten, Schwarz-Gelb fänden 35 Prozent gut.

Eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen befürworten 31 Prozent, eine von der CDU geführte „schwarze Ampel“ nur 28 Prozent - ebenso wie Schwarz-Grün. Letzteres wäre rechnerisch möglich. CDU und Grüne hätten zusammen 46 Prozent - SPD, FDP und AfD zusammen nur 44 Prozent. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landet in der Beliebtheitsskala die große Koalition aus CDU und SPD.

Wenn der Ministerpräsident direkt gewählt werden könnte, würden sich 39 Prozent für Hendrik Wüst von der CDU entscheiden (-2 im Vergleich zu Mitte April). 33 Prozent würden Thomas Kutschaty von der SPD bevorzugen (+1). Mehr als ein Viertel der Befragten weiß es nicht oder würde sich für keinen der beiden Kandidaten entscheiden (+1). Mit der aktuellen Landesregierung aus CDU und FDP ist jeder Zweite momentan sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (+2).

(Reuters)