Übergriffe und Ausschreitungen NRW-Innenminister spricht mit jüdischen Gemeinden über Sicherheitslage

Düsseldorf · Nach antisemitischen Ausschreitungen in mehreren Städten in NRW will Innenminister Herbert Reul am Freitag mit den jüdischen Gemeinden sprechen. Dabei soll vor allem über die Sicherheitslage beraten werden.

 NRW-Innenminister Herbert Reul trifft sich mir jüdischen Gemeinden.

NRW-Innenminister Herbert Reul trifft sich mir jüdischen Gemeinden.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

"Der Innenminister wird noch morgen mit den Gemeinden zusammentreffen, um für Sicherheitsmaßnahmen für die jüdischen Objekte rund um die Uhr zu sorgen", kündigte Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag an. Das passiere zwar seit Jahren. "Aber jetzt muss eine aktuelle Lageanalyse erfolgen."

Nach Übergriffen auf jüdische Einrichtungen in der vergangenen Woche hatte der israelische Botschafter in Berlin Deutschland zum Handeln aufgefordert. Die israelische Regierung sei sehr besorgt über antisemitische Akte wie Angriffe auf Synagogen in Bonn, Münster und anderen Städten. "Der Konflikt im Nahen Osten hat nichts mit der jüdischen Gemeinde hier in Deutschland zu tun." Das betonte auch Laschet. "Man kann jetzt nicht vor ein Gotteshaus - eine Moschee, eine Synagoge, eine Kirche - ziehen und da seine politische Artikulation gegen eine Regierung äußern", sagte er.

Laschet forderte zudem ein Verbot der Fahne der Palästinenser-Organisation Hamas. Die Fahne der kurdischen Arbeiter-Partei PKK sei verboten worden, da es sich um eine Terror-Organisation handele. "Die Hamas-Fahne ist bis heute nicht verboten. Und deshalb muss auch diese Fahne, die für Terrorismus steht, verboten werden. Sie darf nicht auf deutschen Straßen gezeigt werden."

(Reuters)
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