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NRW-Innenminister Herbert Reul: Warnung vor schwachen Passwörtern

„Daten auf dem Silbertablett“ : Reul warnt vor schwachen Passwörtern

Dem Innenministerium zufolge richten Cybercrime-Delikte jährlich Millionenschäden an. Mit stärkeren Passwörtern können sich Bürger etwa beim Onlinebanking vor Cyberkriminellen besser schützen.

„Wir sollten uns alle dazu erziehen, es Internet-Kriminellen so schwer wie möglich zu machen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag zum Start einer landesweiten Präventions- und Öffentlichkeitskampagne zu dem Thema. „Ein schlecht gewähltes Passwort ist, wie seine persönlichen Daten auf dem Silbertablett zu präsentieren“, unterstrich der Minister.

Der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Thomas Jungbluth, nannte ein Beispiel für ein komplexes, aber einprägsames Passwort, das sich auf die Aussage „Nordrhein-Westfalen hat 17,93 Millionen Einwohner“ bezieht: „N-Wh17,93ME“. „Durch starke Passwörter macht man den Cyberkriminellen das Leben schwer“, so Jungbluth.

Dem Innenministerium zufolge richten Cybercrime-Delikte jährlich Millionenschäden an. An der Kampagne beteiligt sich unter anderem auch die Verbraucherzentrale NRW. Jungbluth betonte, dass Datenschutz bei jedem Nutzer selbst beginnt: "Durch starke Passwörter macht man den Cyberkriminellen das Leben schwer. Deshalb setzt unsere Kampagne genau an dieser Stelle an", so der Leitende Kriminaldirektor.

"Kein Mensch würde nachts die Haustür offenstehen lassen. Also warum schließen wir unsere Daten-Türen nicht ab?", so Minister Reul am Montag. Die besten Tipps, wie Sie ihr Passwort möglichst sicher wählen können, finden Sie hier in unserer Übersicht.

In den kommenden Monaten planen die Kooperationspartner das Thema auf zahlreichen Kanälen und Plattformen, aber auch mit klassischer Öf-fentlichkeitsarbeit vor Ort den Menschen präsent zu machen. So wurde durch den Minister eine eigens aufgebaute Homepage freigeschaltet. Es sollen gemeinsame Präventionsaktivitäten für Bürgerinnen und Bürger, wie Sprechstunden, Informationsstände und Fachvorträge sowie "Digitale Stammtische" für Seniorinnen und Senioren folgen.

(dtm/dpa)