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Maßnahme zur Qualitätsanalyse: NRW-Gymnasien dürfen "Schul-TÜV" verschieben

Maßnahme zur Qualitätsanalyse : NRW-Gymnasien dürfen "Schul-TÜV" verschieben

Angesichts des doppelten Abijahrgangs 2013 will NRW die Gymnasien entlasten. Die Schulen dürften die eigentlich verpflichtende "Qualitätsanalyse", eine Bewertung ihrer Arbeit durch externe Experten, im ersten Halbjahr 2013 verschieben, teilte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) mit.

Die Gymnasien müssten sich voll auf die "besondere Herausforderung" durch den doppelten Abijahrgang und die damit verbundene Mehrarbeit konzentrieren können, sagte Löhrmann: "Deshalb erfolgt die Qualitätsanalyse an den Gymnasien in der ersten Jahreshälfte nur auf freiwilliger Basis." Die ausgefallenen Prüfungen müssten im Schuljahr 2013/14 nachgeholt werden.

Den "Schul-TÜV" hatte die schwarz-gelbe Regierung 2006 für alle Schulformen eingeführt. Prüfer der Bezirksregierungen bewerten unter anderem Unterrichtsgestaltung und Organisation, aber auch soziales Klima und Arbeitsbedingungen. Jede Schule soll alle vier bis sechs Jahre teilnehmen; 2700 Schulen sind bereits bewertet worden.

Peter Silbernagel, Chef des Philologenverbands NRW, begrüßte die Ankündigung. "De facto werden im ersten Halbjahr 2013 keine Qualitätsanalysen an Gymnasien stattfinden", sagte er voraus. Zugleich forderte er eine grundsätzliche Reform der Prüfung, die sich zum "Bürokratiemonster" entwickelt habe. Nötig sei eine freiwillige Bewertung, die Schulen bei der konkreten Verbesserung des Unterrichts helfe.

(RP/sap)