Aufnahmestopp für Ukraine-Flüchtlinge? In NRW werden die Plätze für Vertriebene knapp

Düsseldorf · Seit etwa Mitte Juli steigen die Flüchtlingszahlen aus der Ukraine deutlich. Jetzt spitzt die Lage sich zu, weil andere Bundesländer die Aufnahme ablehnen. Setze der Trend sich fort, müsse auch NRW das tun, heißt es.

Ein Hinweisschild zu einer Unterkunft, hier in Stuttgart. In NRW sind die Kapazitäten in Landesunterküften auf ein paar Hundert Plätze zusammengeschmolzen.

Ein Hinweisschild zu einer Unterkunft, hier in Stuttgart. In NRW sind die Kapazitäten in Landesunterküften auf ein paar Hundert Plätze zusammengeschmolzen.

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem Bund mit einem Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus der Ukraine gedroht. Der Grund: Andere Bundesländer sind den besagten Schritt bereits gegangen. „Nordrhein-Westfalen verzeichnet, wie andere Länder auch, seit mehreren Wochen einen zunehmend starken Zulauf Geflüchteter“, hieß es dazu am Donnerstag aus dem Integrationsministerium von Josefine Paul (Grüne). So ist die Auslastung der landeseigenen Flüchtlingsunterkünfte seit etwa Mitte Juli sprunghaft in die Höhe gegangen. In den letzten Tagen habe sich die Lage noch verschärft, weil andere Bundesländer die Aufnahme von Ukraine-Vertriebenen ablehnten. Ungesteuert seien umso mehr Menschen nach NRW weitergereist.