NRW: Deutlich mehr Plätze für Flüchtlinge

Mehr Asylbewerber : Deutlich mehr Plätze für Flüchtlinge in NRW

Nordrhein-Westfalen hat die Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge in den letzten drei Monaten um 1.740 Plätze erhöht. Innenminister Ralf Jäger (SPD) teilte mit, dass in den landesweit 17 Erstaufnahmeeinrichtungen derzeit 6.615 Asylbewerber untergebracht werden könnten. Geplant seien 10.000 dauerhafte Plätze.

Denn es werde erwartet, dass die Flüchtlingszahl weiter steigt. Zusätzlich würden 2.000 Unterbringungsplätze als Reserve geschaffen.

Mit dieser Kapazität solle eine am Asylverfahrensgesetz orientierte Verweildauer in den Einrichtungen von maximal drei Monaten gewährleistet werden, erklärte Jäger. Als potenzielle neue Standorte für neue Flüchtlingsunterkünfte des Landes nannte der Minister Bielefeld, Düsseldorf, Essen, Mönchengladbach, Olpe, Rees und Wegberg. Angestrebt werde eine möglichst gleiche Verteilung der Standorte im Rheinland und in Westfalen. Die größten Erstaufnahmeheime gibt es derzeit in Unna, Burbach, Schöppingen und Hemer mit jeweils 500 bis 600 Plätzen.

Jäger kündigte an, dass das Recht der Flüchtlingskinder auf Schulbildung in NRW mit der Einstellung von weiteren 310 Lehrkräften sichergestellt werde. Kindergärten erhielten landesweit zusätzlich 12,1 Millionen Euro, um Kinder von Asylbewerbern aufnehmen zu können.

Jede Kommune mit einem Integrationszentrum wird laut Jäger 18.000 Euro für die Sprachförderung von Asylbewerbern erhalten. Diese Finanzmittel können auch an Flüchtlingsinitiativen, Ehrenamtsagenturen, Kirchengemeinden und Moscheevereine weitergeleitet werden, die sich um die Sprachausbildung von Flüchtlingen kümmern. In dem Bereich sollten ehrenamtliche "Sprachpaten" tätig werden. Diese begleiten Flüchtlinge zu Institutionen und Freizeitangeboten, machen Sprach- und Leseangebote und organisieren Spielgruppen.

(KNA)
Mehr von RP ONLINE