"Politik aus den Augen unserer Kinder": NRW-CDU enthüllt erstes Röttgen-Plakat

"Politik aus den Augen unserer Kinder" : NRW-CDU enthüllt erstes Röttgen-Plakat

Politik für Kinder und Schuldenabbau werden zentrale Themen im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf sein. Darauf setzt jedenfalls die CDU. Ihr Spitzenkandidat verspricht "Politik aus den Augen unserer Kinder".

Die nordrhein-westfälische CDU tritt im Landtagswahlkampf nicht mit dem Ziel an, Gebühren für das letzte Kindergartenjahr und das Studium wiedereinzuführen. "Wir wollen nicht alles rückgängig machen, was Rot-Grün gemacht hat", sagte der Generalsekretär der NRW-CDU, Oliver Wittke, am Mittwoch in Düsseldorf. "Wir wollen keine Politik: Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln." Das verunsichere die Menschen.

Allerdings werde es an einigen Stellen unpopuläre Maßnahmen geben müssen, räumte Wittke ein. "Die Sanierung des Haushalts hat für uns oberste Priorität. Das ist unsere Art von Verantwortung."

Wittke stellte in Düsseldorf das erste Wahlplakat des CDU-Spitzenkandidaten, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, vor. Das Motto lautet: "Politik aus den Augen unserer Kinder." Jeder wisse, dass Röttgen für Generationengerechtigkeit und eine zukunftsgerichtete Politik stehe, sagte Wittke über den 46-jährigen Vater von drei Kindern.

Die CDU wolle erst nach Ostern mit der Plakatierung beginnen und die Wähler vor den Feiertagen mit politischer Werbung "verschonen".
Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, die neunmal direkt in den Landtagswahlkampf eingreift, werde weitere bundespolitische Prominenz mitmischen, kündigte Wittke an. Dazu zählten etwa Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. "Daran sieht man, wie wichtig die Nordrhein-Westfalen-Wahl auch in Berlin genommen wird."

Die NRW-SPD hatte in der vergangenen Woche die Kampagne von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vorgestellt. Ihr Motto lautet:
"NRW im Herzen." Wittke warf der SPD vor, sie wolle einen Stimmungswahlkampf ohne Inhalte führen. "Andere wollen Politik mit Herz machen. Wir setzen dagegen eine Politik mit Herz und Verstand.".
Die CDU werde "keinen Eia-Popeia-Wahlkampf führen", sondern die rot-grüne Regierung vor allem in der Haushalts- und Finanzpolitik stellen. "Präventive Sozialpolitik ist am Ende eine billige Verschuldungspolitik."

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(lnw)
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