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Bildungsmonitor 2013: NRW bei Bildungschancen weit hinten

Bildungsmonitor 2013 : NRW bei Bildungschancen weit hinten

Wieder bescheinigt eine Studie Nordrhein-Westfalen ein Bildungssystem mit Schwächen. Der Bildungsmonitor 2013 sieht NRW lediglich auf Rang 13 der Bundesländer. Noch schlechter sind nur Brandenburg, das Saarland und Berlin.

Nordrhein-Westfalen liegt bei Bildungschancen bundesweit weit hinten. Ein am Dienstag in Berlin vorgestellter Bildungsmonitor 2013 sieht NRW im Vergleich der 16 Bundesländer auf Platz 13.

Dennoch hat sich das bevölkerungsreichste Bundesland auf einigen Feldern hochgearbeitet. So wurden etwa die Wiederholerquoten in Grundschulen und die Ausbildungsabbrüche laut der neuen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) reduziert.

Sachsen, Thüringen und Bayern bilden das Spitzentrio. Schlechter als NRW schneiden nur noch Brandenburg, das Saarland und Berlin ab. Auftraggeber des Bildungsmonitors ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert wird.

Stärken zeigt NRW bei der Integration von Ausländern und der Internationalisierung des Unterrichts. So seien 2011 mit mehr als 81 Prozent überdurchschnittlich viel Grundschüler in Fremdsprachen unterrichtet worden (Bundesdurchschnitt: 67 Prozent).

Miese Betreuungsverhältnisse

Gute Noten gab es bei den Hochschul-Absolventenquoten. Seit dem Jahr 2000 hätten knapp 135.000 Jungakademiker mehr die NRW-Hochschulen verlassen als zu erwarten gewesen wäre. Schlechter sieht es bei der beruflichen Bildung aus.

Zwar sei der Anteil der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren ohne Berufsabschluss von 20,8 Prozent (2005) auf 17,4 Prozent (2011) gesunken. Jedoch hätten 2011 nur zwei Drittel (68 Prozent) der Berufsschüler die Fachschule oder Fachoberschule erfolgreich abgeschlossen. Dies sei der schlechteste Wert in Deutschland.

Bei den Betreuungsverhältnissen in Schulen und an Universitäten ist NRW weiterhin abgeschlagen, auch wenn weitere Verbesserungen erzielt wurden. Im Jahr 2011 kamen auf einen Lehrer an der Grundschule 18 Kinder - 2005 waren es noch 21. An den Hochschulen kamen 2011 auf einen Professor oder Dozenten rechnerisch 27 Studierende (Bundesdurchschnitt: 17). 2005 waren es noch fast 30 Studenten.

(lnw)