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NRW-AfD geht mit Markus Wagner als Spitzenkandidat in Landtagswahl

Fraktionschef auf Listenplatz 1 gewählt : NRW-AfD geht mit Wagner als Spitzenkandidat in Landtagswahl

Die NRW-AfD zieht mit Markus Wagner als Spitzenkandidat in die NRW-Landtagswahl im nächsten Jahr. Die Landeswahlversammlung der Partei wählte den 57-jährigen Chef der AfD-Landtagsfraktion am Samstag in Essen auf Platz eins der Landesliste.

Auf Platz zwei kam Martin Vincentz (35), er ist stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag.

Auch der dritte Platz wurde mit einem Mitglied aus dem Fraktionsvorstand besetzt. Gewählt wurde Andreas Keith (54), der Parlamentarische Geschäftsführer. Insgesamt plant die Partei, 25 Listenplätze zu wählen. Dafür sind dieses und auch noch das nächste Wochenende vorgesehen.

Bei der Landtagswahl 2017 war die AfD mit 7,4 Prozent der Stimmen und damals noch 16 Sitzen erstmals in den Düsseldorfer Landtag eingezogen. Bei allen zog die Landesliste; Direktmandate holte die AfD nicht. Drei Abgeordnete traten aber noch im selben Jahr aus der Fraktion aus und sitzen seitdem als fraktionslose Abgeordnete im Landtag.

Im Dezember will die AfD in Köln einen Landesparteitag mit Vorstandswahlen abhalten. Dort will sich Landeschef Rüdiger Lucassen (70) zur Wiederwahl stellen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde gewählt. Die dortige AfD wird künftig von dem Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm und dem Landtagsabgeordneten Enrico Schult geführt. Die beiden wurden am Samstag beim Parteitag in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder gewählt. Holm führte die Partei bereits als Co-Sprecher. Schult, der aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte stammt, hatte bei der Landtagswahl Ende September als einziger AfD-Politiker ein Direktmandat errungen.

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Zuvor hatte der von der Parteispitze unterstützte Antrag für eine Ein-Vorsitzenden-Regelung die dafür notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. Die Gegner der Ein-Sprecher-Spitze sagten unter anderem, dass es angesichts der Zerrissenheit der Partei besser sei, wenn ein zweiter Sprecher vorhanden sei. Die Befürworter argumentierten, dass es von Vorteil sei, wenn die Partei von einer Person mit klar definierten Zuständigkeiten geführt werde.

(felt/dpa)