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Naturschutzwächter: Landtagsanfrage lenkt Blick auf Anerkennung im Ehrenamt

Landtag NRW : Naturschutzwächter-Anfrage lenkt Blick auf Anerkennung im Ehrenamt

Sie passen auf, wenn die Beamten Feierabend haben: Hunderte Naturschutzwächter sind in der Landschaft unterwegs. Ihr Einsatz ist ehrenamtlich. Mancherorts spart man sich sogar ein kleine Aufwandsentschädigung.

Rund 900 Naturschutzwächter sind in Nordrhein-Westfalen ehrenamtlich aktiv - teils ohne einen Cent Aufwandsentschädigung. Das geht aus der Antwort von Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Naturschutzwächter sehen vor allem an Wochenenden und Feiertagen nach dem Rechten, wenn die Beschäftigten der Behörden nicht im Einsatz sind. Dieses Engagement war den Kreisen Ennepe-Ruhr, Minden-Lübbecke und der Stadt Solingen in den vergangenen Jahren nicht einmal einen Cent Aufwandsentschädigung wert, wie einer Abfrage des Ministeriums in den 54 Kreisen und kreisfreien Städten abbildet. Dagegen zahlt der Kreis Heinsberg rund 102 Euro pro Kopf und Monat.

Im Durchschnitt würden zwischen 29 und 31 Euro pro Monat gezahlt, berichtete die Ministerin. Generell könne sie nicht beziffern, was angemessen wäre, antwortete Heinen-Esser auf die Frage des Grünen-Landtagsabgeordneten Norwich Rüße. Die betreuten Gebiete wiesen hinsichtlich Größe und Komplexität zum Teil ganz erheblich Unterschiede auf. Das gelte auch für die individuell vereinbarten Aufgaben. Grundsätzlich liege eine Aufwandsentschädigung im kommunalen Ermessen. Seit 2010 seien die Summen nahezu unverändert.

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Rüße hatte in seiner Anfrage betont, dass Naturschutzwächter in Zeiten des Artensterbens und Klimawandels an Bedeutung gewonnen hätten. Gerade seit Ausbruch der Corona-Pandemie sei ihre Aufsicht besonders benötigt worden, weil sich seitdem mehr Menschen in der Natur aufgehalten hätten.

„Es ist nicht auszuschließen, dass auch nach der Corona-Pandemie viele Menschen in Nordrhein-Westfalen Ausflüge in die Natur beibehalten, weil sie diese kennen und schätzen gelernt haben“, argumentierte der Grüne. Daher stelle sich jetzt „die Frage nach einer flächendeckend angemessenen Vergütung als Zeichen der Anerkennung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit“.

(peng/dpa)