Vor der Wahl in NRW: Linke will nicht mit Rot-Grün kooperieren

Vor der Wahl in NRW : Linke will nicht mit Rot-Grün kooperieren

Die Linkspartei steht nach Worten ihres Vorsitzenden Klaus Ernst nicht für eine Zusammenarbeit mit SPD und Grünen nach der Neuwahl in Nordrhein-Westfalen bereit. Seine Partei stehe "für klare Positionen in der Sozialpolitik", sagte Ernst in einem Interview.

Die Linke wolle mehr Krippenplätze, mehr bezahlbare Wohnungen und ein Sozialticket für Arbeitnehmer. "Das ist mit SPD und Grünen in Düsseldorf nicht zu machen", sagte er dem dem "Hamburger Abendblatt". Rot-Grün plane Schuldentilgung durch Sozialabbau. Die Linke wolle deshalb einen klaren Oppositionswahlkampf machen.

Nach CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen lehnte auch der Spitzenkandidat der NRW-FDP, Christian Lindner, eine Koalitionsaussage vor der Landtagswahl am 13. Mai ab. Er halte Röttgen wie auch die Spitzenkandidatinnen von SPD und Grünen, Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann, für "starke Persönlichkeiten", sagte Lindner der "Bild am Sonntag". "Aber alle brauchen das Korrektiv der FDP." Die Liberalen wollten deshalb einen eigenständigen Wahlkampf machen.

Bei der Frage, ob er auch nach einer verlorenen Wahl in NRW bleiben werde, vermied Lindner ähnlich wie Röttgen eine Festlegung und erklärte: "Wir kämpfen um den Wiedereinzug in den Landtag, mit mir an der Spitze."

(AFP)
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