NRW-Spitzenkandidat über Bundespartei Lindner: "FDP handelte wie ein Roboter"

Berlin · Scharfe Kritik am politischen Verhalten der FDP nach der Bundestagswahl 2009 hat der Spitzenkandidat der Liberalen in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, geübt.

FDP-Chef Porträt: Das ist Christian Lindner
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Christian Lindner – der Überflieger

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Foto: dpa/Focke Strangmann

Die FDP sei in den Jahren nach dem Wahlsieg "wie ein Roboter stur der Programmierung gefolgt", attackierte Lindner in der Wochenzeitung "Die Zeit" indirekt den damaligen Parteichef Guido Westerwelle.

So habe sich die Partei an das Versprechen, die Steuern zu senken, lange Zeit gebunden gefühlt, obwohl sich "durch die Staatsschuldenkrise in Europa die wirtschaftlichen Bedingungen völlig verändert" hätten.

Linder selbst war seit Dezember 2009 zwei Jahre lang Generalsekretär der FDP gewesen. Eine Mitverantwortung für den von ihm kritisierten Kurs sah Lindner nicht: Als er ins Amt gekommen sei, seien Koalitionsvertrag und Ressortverteilung "bereits ausgehandelt" gewesen. "Damit musste ich dann umgehen", sagte Lindner. Dagegen habe er in Nordrhein-Westfalen "von Beginn an gestalten" können.

(AFP)
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