Love is in the air Grüne Ministerinnen Meier und Paul wollen heiraten

Düsseldorf/Dresden · NRW-Familienministerin Josefine Paul und die sächsische Justizministerin Katja Meier (beide Grüne) wollen heiraten. Was ihnen dabei wichtig ist.

Die Grünen-Politikerinnen Katja Meier und Josefine Paul wollen heiraten.

Die Grünen-Politikerinnen Katja Meier und Josefine Paul wollen heiraten.

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Die nordrhein-westfälische Familien- und Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne) plant ihre Hochzeit. Sie wird ihre Lebensgefährtin heiraten, die sächsische Justizministerin Katja Meier, ebenfalls Politikerin der Grünen. Das bestätigte ein Sprecher des Familienministeriums am Mittwoch. Wann und wo genau die Eheschließung stattfinden soll stehe noch nicht fest – auf jeden Fall nach der Landtagswahl in Sachsen, die im September abgehalten wird.

Paul und Meier sprachen in einem Interview der Zeitschrift „Bunte“ über ihre Pläne und ihren Beziehungsalltag. Darin bekräftigten sie eine gesellschaftspolitische Überzeugung: „Homosexualität muss sichtbar sein, auch auf der Straße“, sagte Katja Meier. Schließlich gebe es auch heute noch „bei jungen Schwulen und Lesben Probleme mit der Familie und Mobbing in der Schule“, so Paul: „Alle jungen Menschen brauchen Unterstützung in ihrer Selbstfindung und queere Jugendliche brauchen die Gewissheit, dass ihre Liebe ganz normal ist.“ Das sei jedoch nicht der Grund für die Hochzeit, betonte die 42-Jährige im Interview. „Es geht weniger um die politische Geste. Die Liebe ist das Fundament“, erklärte Paul. Es gehe darum, „sich gegenseitig zueinander zu bekennen“.

Nach eigenen Aussagen sind die beiden das erste homosexuelle Ministerinnenpaar in Deutschland. Derzeit führen die beiden eine Fernbeziehung von West- nach Ostdeutschland. „Wir trinken jeden Morgen um 6.30 Uhr per FaceTime zusammen Kaffee. Wenigstens abends vor dem Schlafengehen telefonieren wir noch einmal“, gab die sächsische Justizministerin Einblick in den Alltag. Im Bundesrat, ergänzte Paul, „zwinkern wir uns zu“.

(kag/szf/dpa)
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