Entlastung nicht in Sicht Lehrermangel in NRW größer als befürchtet

Exklusiv | Düsseldorf · Laut dem Landesvorsitzenden des Lehrerverbands müssen Deutsch- und Englisch-Lehrer pro Schuljahr bis zu 1500 Stunden für Korrekturen aufwenden. Das Land sieht keinen Spielraum für die geforderte Entlastung. Der Verband fordert weitere 2700 Stellen.

 Aufsicht über eine Abiturklausur.

Aufsicht über eine Abiturklausur.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Der nordrhein-westfälische Lehrerverband fordert eine stärkere Entlastung der Kollegien. „Deutsch- und Englisch-Lehrer, die Schüler in der Unter-, Mittel und Oberstufe unterrichten, müssen in einem Schuljahr 750 bis 1000 Klassenarbeiten und Klausuren korrigieren“, sagte der Landesvorsitzende Andreas Bartsch. „Das summiert sich schnell auf einen Zeitbedarf von 1000 bis 1500 Stunden allein für die Korrekturen.“ Um das gewährleisten zu können, wären Bartsch zufolge eigentlich 18 bis 19 Stunden in der Woche nötig. „Die Realität sieht so aus, dass die Lehrer das inzwischen in ihrer Freizeit machen und so auf 50 Stunden plus x Wochenarbeitszeit kommen.“