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CDU-Landeschef in NRW: Laschet spricht sich gegen Röttgen aus

CDU-Landeschef in NRW : Laschet spricht sich gegen Röttgen aus

Frankfurt/Main/Düsseldorf (ddp). In der Nachfolgedebatte um die Führung der nordrhein-westfälischen CDU hat sich der frühere NRW-Integrationsminister Armin Laschet indirekt gegen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) ausgesprochen.

Er habe das Gefühl, "dass es die Oppositionsarbeit erleichtert, wenn der neue Landesvorsitzende in einem täglichen parlamentarischen Wettbewerb auch mit der amtierenden Ministerpräsidentin" Hannelore Kraft (SPD) stehe, sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"In der Tat ist eine Grundfrage, der sich die nordrhein-westfälische CDU stellen muss, ob die neue Landesregierung aus dem Land oder aus dem Bund abgelöst werden soll." Laschet, der neben Röttgen und dem nordrhein-westfälischen CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid selbst als Interessent für den Landesvorsitz gilt, wollte sich zu seinen eigenen Absichten noch nicht offiziell äußern und verwies darauf, dass der Landesvorstand eine Bewerbungsfrist (30. August) festgelegt habe.

"Unser Bemühen muss es sein, gemeinsam möglichst schnell die instabile rot-grüne Minderheitsregierung abzulösen", sagte Laschet der Zeitung. Laschet, der gute Kontakte zu den Grünen unterhält, kritisierte die rot-grüne Minderheitsregierung scharf. "Bei Rot-Grün verbinden sich jetzt wieder die negativen Aspekte beider Parteien. Das wäre bei Schwarz-Grün anders gewesen."

(DDP/felt)