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Nach der Landtagswahl 2022​: Kraft, Biesenbach, Jäger - Bekannte NRW-Abgeordnete hören auf​

Nach der Landtagswahl 2022 : Kraft, Biesenbach, Jäger - Bekannte NRW-Abgeordnete hören auf

Einige prominente Abgeordnete sind nun nach der NRW-Landtagswahl nicht mehr im Düsseldorfer Landtag zu sehen. Rund der Hälfte der Politiker war dies schon vor der Abstimmung am Sonntag klar.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen werden im Parlament einige bekannte Gesichter fehlen, die den Landtag jahrzehntelang mitgeprägt hatten. 83 Abgeordnete der vergangenen Legislaturperiode schieden nach der Wahl am Sonntag aus. 48 von ihnen hatten sich bereits zuvor gegen eine erneute Kandidatur entschieden. Eine Auswahl:

Hannelore Kraft (SPD): Die frühere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft führte zwei rot-grüne Regierungen. Seit der Wahlniederlage 2017, als Laschet sie völlig unerwartet aus dem Amt schlug, hat sich Kraft weitgehend zurückgezogen. Als SPD-Abgeordnete hat sie meistens geschwiegen. Für die Landtagswahl 2022 kandidierte die heute 60-Jährige nicht mehr.

Peter Biesenbach (CDU): Der NRW-Justizminister der vergangenen Legislaturperiode wollte nach über 20 Jahren im Landtag nicht mehr zur Wahl antreten. „Minister, die nach ihrer Amtszeit als Abgeordnete im Parlament bleiben, werden danach eigentlich immer nur milde belächelt“, sagte der 74-Jährige im vergangenen Jahr gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“.

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Carina Gödecke (SPD): Die Vizepräsidentin des Landtags kündigte zuvor an, das Parlament zu verlassen. „Ich sag immer: 1. Juni, 17.15 Uhr, alles vorbei“, so die Bochumerin über den bevorstehenden Termin der konstituierenden Sitzung des neugewählten Landtags. „Ich finde das ist ein seltsamer Gedanke, nachdem man so lange hier war.“ Insgesamt gehörte Gödecke 27 Jahre dem Landtag an.

Oliver Keymis (Grüne): Auch die Ära des Vizepräsidenten Oliver Keymis endet zur neuen Legislaturperiode. 22 Jahre lang arbeitete der Grünen-Politiker als Abgeordneter im Landtag. Er war seit Oktober 2006 Vizepräsident und seit 2017 als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien tätig.

Ralf Jäger (SPD): Für den Ex-Innenminister Ralf Jäger ist nach 22 Jahren im Landtag Schluss. Der 61-jährige Politiker aus Duisburg arbeitete sieben Jahre lang ans NRW-Innenminister. 2017 wurde er in dem Amt von Herbert Reul (CDU) abgelöst.

Monika Düker (Grüne): Die ehemalige Partei- und Fraktionschefin der NRW-Grünen war seit dem Jahr 2000 Abgeordnete im Landtag und verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Seit 2017 war die 59-Jährige auch als Fraktionssprecherin für Haushalts- und Finanzpolitik tätig.

Sigrid Beer (Grüne): Die schulpolitische Sprecherin der NRW-Grünen-Fraktion beendet ihre Karriere im Landtag. 17 Jahre lang war sie dort Abgeordnete. „Den Schulen und der Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems und dem Ziel für mehr Chancengleichheit bleibe ich weiterhin verbunden“, sagte die 66-Jährige.

Peter Preuß (CDU): Auch der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion entschied sich gegen eine erneute Kandidatur. Der 68-jährige Politiker war seit 2005 Abgeordneter und seit 2012 Fraktionssprecher für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

(kag/dpa)