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Landtag Nordrhein-Westfalen: Jäger protestieren gegen Jagdgesetz

Düsseldorf : Tausende Jäger protestieren vor Landtag gegen Jagdgesetz

Mehrere Tausend Jäger haben sich am Mittwoch für einen Protestmarsch gegen das neue NRW-Jagdgesetz in Düsseldorf formiert. Der Jagdverband spricht von 10.000 Teilnehmern.

Gegen Mittag zogen sie zum Landtag, um dort ihrem Ärger über das geplante neue Jagdrecht der rot-grünen Landesregierung Luft zu machen. Das sagte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Landesjagdverbands, Andreas Schneider. Nach seinen Angaben sind schon am Vormittag 10.000 Teilnehmer eingetroffen - der Polizei lagen zunächst keine Zahlen vor.

Den Jägern haben sich auch Waldbauern, Grundbesitzer oder Funktionäre aus der Landwirtschaft angeschlossen. Vor dem Landtag wollen die Teilnehmer später der Landesregierung mit Jagdhörnern sprichwörtlich den Marsch blasen.

Der Landesjagdverband betont, dass der Entwurf die Hegeleistung der Jäger missachte und dem Wild weniger statt mehr Schutz gebe. Das Verbot der Baujagd belaste die ohnehin gefährdeten Arten weiter, und das geplante Fütterungsverbot von Schwarzwild auch in Notzeiten sei absolut tierschutzwidrig. Kritisiert wird zudem, dass die Jäger künftig nur noch bleifreie Munition verwenden und streunende Katzen nicht mehr erschießen dürfen. Demgegenüber hat Remmel bekräftigt: "Der Katzenabschuss gehört nicht ins Jagdrecht."

Der Gesetzentwurf soll noch im Frühjahr vom Landtag verabschiedet werden. Nächsten Mittwoch befasst sich noch einmal der Umweltausschuss mit dem seit Monaten heftig umstrittenen Entwurf.

(hüw)