Nordrhein-Westfalen: Läden dürfen an zwei Adventssonntagen öffnen

Nordrhein-Westfalen : Läden dürfen an zwei Adventssonntagen öffnen

Die Geschäfte in Nordrhein-Westfalen sollen wieder an zwei Adventssonntagen im Jahr öffnen dürfen. Diese Nachricht verbreitete NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter.

"Künftig werden in #NRW Läden im Advent an zwei Sonntagen geöffnet sein. Einmal in der City, einmal in den Stadtteilen", schrieb Duin. Einen entsprechenden Beschluss hat die rot-grüne Landesregierung aber noch nicht gefasst. Der Vorstoß des Ministers sorgte in der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag daher am Mittwoch für Irritation.

Ein Gesetzentwurf zum Ladenschluss sieht bislang vor, nur noch einen geschäftsoffenen Adventssonntag pro Gemeinde zu erlauben. Bislang dürfen das unterschiedliche Sonntage in den Ortsvierteln sein. Bei einer Expertenanhörung im Landtag hatten Sachverständige im Februar kritisiert, die Einschränkung benachteilige kleine Stadtviertel. Insgesamt soll die Zahl der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage auf höchstens 13 pro Kommune begrenzt werden.

"Die Regierungsfraktionen haben die Sachverständigenanhörung sehr intensiv ausgewertet. Insbesondere am Thema verkaufsoffene Sonntage im Advent wurde lange gefeilt", erklärte Duin gegenüber dpa.
"Beabsichtigt ist, einen zweiten Sonntag im Advent zu öffnen, damit jeweils einer im Zentrum und einer in den Stadtteilen genutzt werden kann." Eine Entscheidung soll im Frühsommer fallen.

Bei einer Versammlung des Handelsverbandes NRW sagte Duin zudem, Rot-Grün wolle dem ausufernden Verkauf von Neuwaren auf sonntäglichen Trödelmärkten Einhalt gebieten. Die Landesregierung könnte sich dabei am einem entsprechenden Gesetzentwurf in Rheinland-Pfalz orientieren, berichtete der Verband am Mittwoch von der Ankündigung des Ministers.

(lnw/felt)