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Korruptionsaffäre um BLB: Land NRW verklagt Ex-Chef Tiggemann auf zehn Milionen Euro

Affäre um landeseigene Bauprojekte : Land NRW verklagt Ex-Baumanager auf mehr als zehn Millionen Euro

Nach der millionenschweren Korruptionsaffäre um Bauprojekte verlangt das Land NRW nun Schadenersatz. Dafür hat es Ferdinand Tiggemann, Ex-Chef des landeseigenen Baubetriebs BLB, verklagt.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den korrupten Ex-Chef seines Baubetriebs BLB, Ferdinand Tiggemann, auf mehr als zehn Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Land argumentiert, bei zwei Bauprojekten – der Hochschule Düsseldorf und dem Polizeipräsidium Köln – sei ihm durch die kriminellen Handlungen des Geschäftsführers entsprechender Schaden entstanden. Der Zivilprozess soll an diesem Donnerstag am Düsseldorfer Landgericht stattfinden, wie eine Gerichtssprecherin mitgeteilt hat.

Das Landgericht hatte Tiggemann 2017 wegen Bestechlichkeit rechtskräftig zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt, die er derzeit noch im Gefängnis absitzt. In der BLB-Korruptionsaffäre ging es jeweils um landeseigene Bauprojekte. Tiggemann hatte laut Urteil die Pläne des Landes verraten. Daraufhin hatten Zwischenkäufer die benötigten Grundstücke erworben und die Preise in die Höhe getrieben.

Tiggemanns Anwalt Stefan Meurer zeigte sich dennoch zuversichtlich, mindestens einen Teilerfolg erzielen zu können: „Das Gericht hat in einem Hinweisbeschluss bereits mitgeteilt, dass es bei einem der Komplexe keinen Anspruch des Landes sieht.“

(kess/dpa)