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Kommentar zur NRW-Initiative: Schutz vor Drohnen kann Leben retten

Kommentar zur NRW-Initiative : Schutz vor Drohnen kann Leben retten

Der Vorstoß der NRW-Landesregierung für eine bessere Abwehr von Drohnen sollte von den anderen Ländern und der Bundesregierung aufgegriffen werden.

Selbstverständlich sollte es europaweit vorgeschrieben werden, dass diese unbemannten Fluggeräte es praktisch automatisch unterlassen, in der Nähe von Flughäfen oder Haftanstalten zu fliegen. Es ist ein Ärgernis, dass die EU es noch nicht vorgeschrieben hat, dass Drohnen so programmiert werden müssen, dass sie nicht mehr in Verbotszonen eindringen können. Praktisch jede Drohne navigiert mit Hilfe von GPS, also kann auch jedes Gerät per Software diktiert bekommen, dass es bestimmte Gebiete meiden muss. Das kann Leben retten: Wenn Drohnen im vergangenen Jahr 125-mal startenden oder landenden Jets so nahe kamen, dass die Piloten sich behindert fühlten, dann zeigt dies, dass jederzeit eine Katastrophe droht.

Trotzdem sollten von der Anti-Drohnen-Initiative aus NRW keine Wunder erwartet werden. Erstens wird es lange dauern, bis eine Pflicht zum Einprogrammieren von Sperrgebieten zur Pflicht wird. Zweitens ist zu befürchten, dass es vielen Nutzern gelingt, eine Flugsperre für bestimmte Zonen auszuschalten. Früher wurden Mofas frisiert, um sie schneller als erlaubt zu machen, künftig werden Drohnen manipuliert.

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Hinzu kommt ein Sonderproblem beim Schutz der Haftanstalten: Selbst wenn künftig verkaufte Drohnen eine Überflugsperre haben, werden Komplizen von inhaftierten Straftätern noch lange gebrauchte Drohnen erwerben können, mit denen sie dann doch Drogen oder Waffen zustellen können. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) ist also für seine Initiative zu loben, doch die Haftanstalten des Landes müssen gleichzeitig auch an der internen Drohnenabwehr arbeiten.