Knapp 3000 Beschwerden über Mathe-Abi in NRW

Düsseldorf : Knapp 3000 Beschwerden über Mathe-Abi in NRW

In NRW sind die Proteste nicht so stark wie in anderen Bundesländern. Das mag auch daran liegen, dass die Prüflinge andere Aufgaben lösen mussten.

) In NRW hält sich die Empörung über die Abiturklausuren im Fach Mathematik im Vergleich zu anderen Bundesländern bisher in Grenzen. Während sich in Bayern Zehntausende Schüler über den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben beschwerten, belief sich die Zahl der Proteste in NRW in zwei Online-Petitionen bis zum Abend auf knapp 3000. In sozialen Netzwerken gab es hingegen viele Schüler, die Sätze posteten wie „Ein Glück lebe ich in NRW. Die Mathe-LK-Prüfung war hier sehr machbar“.

Die Bundesländer bedienen sich bei der Auswahl der Leistungs- und Grundkurs-Klausuren in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch aus einem gemeinsamen Pool, in den die Kultusministerkonferenz (KMK) verschiedene Aufgaben einstellt. Ob die in Bayern beanstandeten Aufgaben dieselben waren wie in NRW, konnte das Schulministerium am Dienstag nicht beantworten. Da die Länder den Pool-Aufgaben eigene hinzufügen können, ist auch denkbar, dass es sich um ganz unterschiedliche Mathe-Prüfungen handelte. Die KMK merkt aber an, dass die Pool-Aufgaben einen Standard setzen, der auch für die landeseigenen Aufgaben Richtschnur sein soll. Demnach dürften die Niveau-Unterschiede zwischen Bayern und NRW nicht mehr allzu groß sein.

Die Aufgaben werden auf Basis von Entwürfen der Länder unter der fachlichen Koordination und Leitung des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Berliner Humboldt-Universität  entwickelt. Zu zentralen Prüfungen, also einem bundesweiten Zentralabitur, wird es auch in Zukunft nicht kommen. Dies würde eine inhaltliche Einengung bedeuten, die nicht gewollt sei, so die KMK.

Mehr von RP ONLINE