Keine Abholung an Schulen Gebauer nimmt Rückgabe-Regelung von Corona-Tests zurück

Düsseldorf · Die Schulen in NRW rätselten tagelang, wie es mit noch unverbrauchten Corona-Tests weitergeht – zuerst hieß es, dass diese eingesammelt werden. Daran hatte es harsche Kritik gegeben. Am Donnerstagabend ruderte das Schulministerium zurück.

 Das Ministerium von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) äußerte sich am Donnerstagabend. (Archivbild)

Das Ministerium von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) äußerte sich am Donnerstagabend. (Archivbild)

Foto: dpa/Oliver Berg

Übrig gebliebene Corona-Tests an NRW-Schulen dürfen zum Beispiel vor den anstehenden Abiprüfungen auf freiwilliger Basis genutzt werden. In einer E-Mail des Schulministeriums, die am Donnerstagabend an die Schulen ging, wird das ausdrücklich erlaubt. So heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, dass die Tests zum Beispiel „zur zusätzlichen Absicherung des Prüfungsgeschehens“ genutzt werden können.

In einer E-Mail vom Montag - dem ersten Tag nach den Osterferien - war das bei den Schulen noch ganz anders angekommen: In dem Schreiben des Ministeriums war davon die Rede, dass nach dem Ende der Testpflicht an Schulen die übrig gebliebenen Schnelltests nun eingesammelt würden. Die Schulen sollten schon mal melden, wie viele sie noch da haben.

Nach harscher Kritik von Opposition und Verbänden ruderte das Schulministerium zunächst gegenüber Medien zurück. Eine offizielle Anweisung für die Schulen gab es nicht - bis Donnerstagabend die neue Info verschickt wurde: „Mit dieser Mail möchten wir Ihnen – auch anlässlich aktueller Nachfragen – schnellstmöglich nähere und klarstellende Informationen über eine mögliche Abholung von überzähligen Antigen-Selbsttests mitteilen“, heißt es in dem Schreiben.

Bei der Abholung der Selbsttests handele es sich nur „um ein Angebot“, über das die Schulleitung selbst entscheiden könne. Die Tests könnten auch behalten und genutzt werden: Zum Beispiel bei Verdachtsfällen, vor Prüfungen oder „bei besonderen schulischen und außerschulischen Veranstaltungen“.

(bora/dpa)