1. NRW
  2. Landespolitik

Nach der Flucht in Bochum: JVA-Ausbruch zeigt Sicherheitslücke

Nach der Flucht in Bochum : JVA-Ausbruch zeigt Sicherheitslücke

Nach der Flucht eines Untersuchungshäftlings aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bochum gerät NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) unter Druck.

Wie berichtet, hatte der 25-jährige U-Häftling, dem Bandenkriminalität vorgeworfen wird, an der JVA-Pforte eine Münzmarke vorweisen können, wie sie Besuchern beim Betreten der JVA ausgehändigt wird. Beim Verlassen der Anstalt müssen sie diese wieder abgeben.

Wie der U-Häftling, der normale Zivilkleidung trug, an die Marke gekommen ist, sei noch immer unklar, so ein Sprecher des Justizministeriums. Entweder habe er sie einem Besucher entwendet, oder aber er habe einen Komplizen gehabt, der ihm seine Marke zugesteckt habe. Tatsächlich war ein Besucher am Ausgang aufgefallen, der keine Marke bei sich hatte. Es ist aber unklar, ob er der Komplize ist. Seine Personalien wurden aufgenommen. Staatsanwaltschaft, Polizei und JVA ermittelten "auf Hochtouren", sagte der Ministeriumssprecher.

Der Hinweis von Kutschaty, dass eine solche Flucht nicht hätte passieren dürfen, sei zwar richtig. Aber der Minister habe dafür Sorge zu tragen, sagte Biesenbach. Kutschaty müsse sich fragen, inwieweit er als politisch verantwortlicher Minister die JVA in NRW noch im Griff habe.

(hüw)