Aktuelle Zahlen Jede dritte Schule in NRW wartet noch auf schnelles Internet

Düsseldorf · Noch immer gibt es große Lücken bei der Versorgung der Schulen. Aber immerhin: Es stehen weitere Fortschritte an, und es hat sich auch sehr viel getan in den letzten fünf Jahren.

 Fünftklässler mit Tablets in der Klasse (Symbolbild). Damit so etwas vernünftig läuft, ist eine gute Breitband-Versorgung der Schulen wichtig.

Fünftklässler mit Tablets in der Klasse (Symbolbild). Damit so etwas vernünftig läuft, ist eine gute Breitband-Versorgung der Schulen wichtig.

Foto: dpa/Soeren Stache

(szf) Fast ein Drittel der Schulbauten in NRW sind bislang noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen. Von den rund 6300 Schul-Standorten im Land waren zuletzt knapp 4240 mit schnellem Internet versorgt, rund 2050 nicht. Das geht aus einer Antwort des Schulministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Stichtag der Erhebung war der 31. März.

Fortschritte rücken allerdings näher. So gab es der Statistik zufolge an 1550 der noch nicht ausgestatteten Standorte schon laufende Ausbau- oder Förderprojekte, an gut 240 weiteren Schulen waren solche zumindest initiiert. Für 257 Schulen gab es aber keine gesicherte Perspektive. Für sie gebe es Unterstützungsangebote des Landes, heißt es. Das Land will auch verdeutlichen, wie viel sich innerhalb der letzten fünf Jahre getan hat. So waren 2018 nur 15 Prozent aller Schulbauten ans Glasfasernetz angeschlossen.

Für die SPD stehen hinter dem Stand des Breitbandausbaus größere Mängel im System. „Dass im August 2023 immer noch nicht alle Schulen ans Glasfasernetz angebunden sind, ist schon sehr traurig“, sagte die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Dilek Engin. Aber selbst mit schnellem Internet fehle es an allen Ecken und Enden: „Es sind keineswegs alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets versorgt, die Schulen haben keine IT-Beauftragten.“ Zudem fehle es an Software und entsprechenden Lehrplänen.

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