Innenausschuss mit Ralf Jäger: FDP: Behörden haben Anis Amri unterschätzt

NRW-Innenausschuss : FDP: Behörden haben Amri unterschätzt

Im Fall des Attentäters Anis Amri hat die FDP-Landtagsfraktion den NRW-Sicherheitsbehörden vorgeworfen, die Gefährlichkeit des Tunesiers falsch eingeschätzt zu haben. Er soll als Gefährder und gleichzeitig als "kleiner Fisch" behandelt worden sein.

Es dränge sich der Eindruck auf, dass Anis Amri zwar als islamistischer Gefährder, aber zugleich auch als "kleiner Fisch" eingeschätzt worden sei, sagte FDP-Vizefraktionschef Joachim Stamp am Donnerstag in einer erneuten Sondersitzung des Landtags-Innenausschusses.

An NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) stellte Stamp die Frage, ob man Amri "an der langen Leine" gehalten sowie auf Haft und strenge Meldeauflagen verzichtet habe, um über ihn an andere Personen aus der islamistischen Szene heranzukommen. Amris Abschiebung sei von NRW "nicht vordringlich" betrieben worden.

Der abgelehnte Asylbewerber hatte bei einem Anschlag am 19. Dezember in Berlin zwölf Menschen getötet.

(lsa/lnw)
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