Holocaust-Gedenktag: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besucht KZ Auschwitz

Am Jahrestag der Befreiung : Laschet gedenkt in Auschwitz der Holocaust-Opfer

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Sonntag im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen der Opfer des Holocaust gedacht.

Laschet legte am Gedenkort der „schwarzen Wand“ mit einer Gruppe jüdischer, muslimischer und christlicher junger Menschen einen Kranz nieder. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Union progressiver Juden in Deutschland, Walter Homolka, Generalsekretärin Irith Michelsohn und der NRW-Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gedachten sie der Opfer.

Zum Besuch gehörten auch ein interreligiöses Gebet sowie ein Rundgang durch das ehemalige Konzentrationslager. Nach der Kranzniederlegung war Laschet mit der nordrhein-westfälischen Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) zu der offiziellen Gedenkfeier zum 74. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau eingeladen.
Anschließend stand ein Gesprächaustausch Laschets mit den jungen Juden, Christen und Muslimen aus Nordrhein-Westfalen auf dem Programm. Die fast 30-köpfige Jugendgruppe besuchte auf Einladung der Union progressiver Juden und der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Gedenkstätte.

Das frühere Konzentrationslager Auschwitz bei Krakau gilt international als das wichtigste Symbol für den Holocaust. An der „schwarzen Wand“ werden zum Opfergedenken Blumen niedergelegt. Die Wand ist ein originalgetreuer Nachbau einer Wand, an der die Nationalsozialisten Häftlinge zur Exekution Aufstellung nehmen ließen.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch Soldaten der Rote Armee im Jahr 1945. Er wird seit 1996 in Deutschland und seit 2005 international als Gedenktag begangen.

(mja/epd)