zum Reformationsjubiläum 2017: Hannelore Kraft für einmaligen Feiertag

zum Reformationsjubiläum 2017 : Hannelore Kraft für einmaligen Feiertag

Zum 500. Jahrestag der Reformation sollte es in NRW einen Feiertag geben, meint NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die Epoche der Reformation habe Europa nachhaltig geprägt. Damit wäre der 31. Oktober 2017 ein arbeitsfreier Tag. Andere Länder gehen voran: In Baden-Württemberg soll in Kürze ein entsprechendes Gesetz das Landesparlament passieren.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist dafür, den 500. Jahrestag der Reformation am 31. Oktober 2017 als Feiertag zu begehen. "Dieser besondere Tag (...) sollte meines Erachtens wie in anderen Bundesländern auch in NRW als Feiertag begangen werden", sagte Kraft laut einer Erklärung der Staatskanzlei. "Wir stehen diesem Vorschlag der evangelischen Kirche positiv gegenüber." Die Epoche der Reformation habe Europa nicht nur in religiöser Hinsicht, sondern auch in der Bildung, Kultur und Politik nachhaltig geprägt und weltweit Spuren hinterlassen, meinte sie.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hatte den Vorschlag im vergangenen Oktober gemacht. Aus der Politik kam bereits mehrfach Zustimmung etwa von Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) oder Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Auch die baden-württembergische Landesregierung hat Zustimmung signalisiert. Dort soll nun in absehbarer Zeit ein entsprechendes Gesetz das Landesparlament passieren, sagte ein Sprecher der SPD-Fraktion am Freitag in Stuttgart.

In Ostdeutschland - außer Berlin - ist der Reformationstag jedes Jahr gesetzlicher Feiertag. Evangelische Christen erinnern am 31. Oktober an den Beginn der kirchlichen Erneuerung (lateinisch:
Reformation) durch Martin Luther (1483-1546). Als Datum für den Tag wurde der Anschlag seiner 95 Thesen an die Schlosskirche Wittenberg am 31. Oktober 1517 gewählt.

(lnw/sap)