Hambacher Forst: Andreas Pinkwart verteidigt Rodungen

Braunkohletagebau : Pinkwart verteidigt Rodungen im Hambacher Forst

In einem Brandbrief an die Bundesminister Altmaier und Schulze hat die Grünen-Fraktion einen Rodungsstopp im Hambacher Forst gefordert. Nun meldet sich diesbezüglich NRW-Minister Pinkwart zu Wort.

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat die vom Energiekonzern RWE geplanten Rodungsarbeiten im Braunkohlegebiet Hambacher Forst verteidigt. „Der Braunkohletagebau muss sich entwickeln, damit die Kohlekraftwerke arbeiten können, von denen die Strom-, aber auch die Wärmeversorgung in diesem Land zentral abhängig sind“, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag dem WDR.

Die Kommission der Bundesregierung zum Kohleausstieg kommt an diesem Donnerstag erneut zusammen. Der Umweltverband BUND hatte mit einem Ausstieg aus dem Gremium gedroht, falls RWE wie angekündigt im Oktober mit Rodungen beginnt. „Dass RWE die Genehmigung und die Notwendigkeit hat, die Arbeiten durchzuführen, um den laufenden Betrieb 2018, 2019, 2020 aufrechterhalten zu können, war allen Beteiligten in der Kohlekommission von vornherein bekannt gewesen“, sagte Pinkwart dazu.

Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte die Rodungspläne scharf kritisiert: „Während in Berlin über den Kohleausstieg verhandelt wird, will RWE im Hambacher Wald mit der Kettensäge Fakten schaffen. Das zerstört jedes Vertrauen.“ Zudem schrieb die Grünen-Fraktion einen Brandbrief an die Bundesminister Peter Altmaier und Svenja Schulze.

Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ soll bis Ende des Jahres einen Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten und Vorschläge für den Strukturwandel in Regionen wie der Lausitz und dem Rheinischen Revier vorlegen. In dem Gremium sind Vertreter von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen.

(das/dpa)
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