Hackerangriff: 18 NRW-Politiker mit sensiblen Daten betroffen

Auswertung des Landeskriminalamtes : Hacker stellten hochsensible Daten von 18 NRW-Politikern ins Netz

Von dem Anfang Januar aufgedeckten Hackerangriff sind 135 NRW-Politiker betroffen. 26 davon sind Mitglieder des nordrhein-westfälischen Landtages. Aber auch andere Personen des öffentlichen Lebens und Privatpersonen aus NRW wurden ausspioniert.

Das geht aus einem noch nicht veröffentlichten Bericht des NRW-Innenministeriums auf Grundlage einer Auswertung des Landeskriminalamtes hervor, der unserer Redeaktion vorliegt. „Aktuell sind insgesamt 135 Politikrinnen und Politiker in NRW betroffen“, heißt es in dem Bericht. Bundesweit betroffen waren demnach 977 Personen.

Der Hacker-Angriff wurde Anfang Januar bekannt. Dabei persönliche Daten von Politikern, Künstlern und Journalisten öffentlich einsehbar online gestellt, unter anderem auch von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Christian Lindner (FDP). In NRW waren unter anderem Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der Vorsitzende der NRW-SPD, Sebastian Hartmann und die Grünen-Fraktionschefs Monika Düker und Arndt Klocke betroffen.

Fünf der betroffenen 135 Politiker mit NRW-Bezug seien Bundestagsabgeordnete, heißt es in dem Bericht weiter. Aber auch andere Personen des öffentlichen Lebens und Privatpersonen aus NRW wurden ausspioniert. „Die genaue Anzahl dieser Personen ist ebenfalls noch nicht abschließend und belief sich zunächst auf 41 Betroffene“, so der Bericht. Die Behörden versuchen derzeit, sie zu kontaktieren.

Die meisten betroffenen Politiker aus NRW kommen glimpflich davon. „Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wurden von den betroffenen Politikerinnen und Politikern aus Nordrhein-Westfalen in den überwiegenden Fällen Kontakt- bzw. Erreichbarkeitsdaten veröffentlicht, die unter anderem auch aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen“, berichtet NRW-Innenminsiter Herbert Reul (CDU). Bei 18 wurden aber auch „weitere persönliche Daten, wie z. Bl Auszüge aus privater Korrespondenz, Inhalte aus sozialen Medien und Fotos, in zum Teil erheblicher Menge veröffentlicht“, so der Bericht.