Ohne Vorgaben stagniert die Planung Städte fordern jetzt klare Regeln für den Ganztag an NRW-Grundschulen

Düsseldorf · Weil sie nicht wissen, wie die Betreuung eigentlich in der Praxis aussehen soll, können sie für das Recht auf Ganztagsplätze ab 2026 gar nicht planen, klagen die Städte. Das Land bleibt die notwendigen Gesetze bislang schuldig. Außerdem wehren die Kommunen sich gegen Kosten.

 Grundschulkinder auf dem Weg zur Schule (Symbolbild). Wenn die Kommunen den Ausbau des Ganztags mitbezahlen sollen, haben die Kinder in ärmeren Gemeinden schlechtere Bedingungen als die reicherer, warnen die Städte.

Grundschulkinder auf dem Weg zur Schule (Symbolbild). Wenn die Kommunen den Ausbau des Ganztags mitbezahlen sollen, haben die Kinder in ärmeren Gemeinden schlechtere Bedingungen als die reicherer, warnen die Städte.

Foto: dpa/Patrick Seeger

Dass der vom Bund beschlossene Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab 2026 wirklich erfüllt wird, werde „immer unwahrscheinlicher“, warnt der Städtetag NRW. Zentraler Kritikpunkt: Bis heute ist unklar, wie genau das Angebot an den nordrhein-westfälischen Schulen in der Praxis umgesetzt werden soll. Schul- und Familienministerium haben nach wie vor nicht festgelegt welche Ansprüche an Personal, Räume und Programm gestellt werden.