Kommentar zur Kita-Finanzierung: Fokus auf Qualität

Kommentar zur Kita-Finanzierung: Fokus auf Qualität

Die freien Träger sehen sich bei der Kita-Reform in NRW finanziell benachteiligt und hoffen auf Nachbesserung. Wichtiger aber ist, über die Qualität der Betreuung zu sprechen.

Der Unmut der freien Träger über die Kita-Reform in NRW ist verständlich. Denn sie sind gegenüber den Kommunen bislang finanziell im Nachteil. Während der Eigenanteil der Kommunen stark gesenkt werden soll, trifft das für die übrigen Träger nicht zu. Das könnte zu einer Verschiebung der gesamten Kita-Landschaft hin zu mehr kommunalen und weniger freien Trägern führen. Dabei ist die Kita-Vielfalt ein hoher Wert: Sie garantiert unterschiedliche pädagogische Ansätze, begrenzt den staatlichen Einfluss auf die frühkindliche Entwicklung und trägt dazu bei, dass eine Gesellschaft pluralistischer und damit demokratischer wird.

Trotz des schwierigen Auftakts ist nun zu hoffen, dass in den Nachverhandlungen noch entscheidende Verbesserungen erzielt werden. Bisher wurde viel zu wenig über die Qualität der Betreuung gesprochen, etwa darüber, wie der Betreuer-Kind-Schlüssel verbessert werden kann. Oder darüber, was die Kleinen in der Kita denn an Angeboten vorfinden, wenn die Randzeiten wie geplant ausgeweitet werden. Die Zeit drängt, die Reform soll schon 2020/21 greifen. 

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