„Fachkräfteoffensive“ in Sozial- und Erziehungsberufen FDP fordert mehr Maßnahmen gegen Personalnot in Kitas

Düsseldorf · Statt konkreter Schritte gebe es eine neue Projektgruppe, statt Ergebnissen würden Gespräche angekündigt: Der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag geht es mit der „Fachkräfteoffensive“ für die Erziehungsberufe zu langsam.

 Es gibt zu wenig Personal für die Kitas (Symbolbild). Der FDP im Düsseldorfer Landtag geht es mit Maßnahmen zur Abhilfe zu langsam.

Es gibt zu wenig Personal für die Kitas (Symbolbild). Der FDP im Düsseldorfer Landtag geht es mit Maßnahmen zur Abhilfe zu langsam.

Foto: dpa/Jens Büttner

Die FDP im Düsseldorfer Landtag wirft Familienministerin Josefine Paul (Grüne) vor, zu wenig gegen die Personalnot an Kitas zu tun. „Nach fast 100 Tagen im Amt erwarte ich Planungssicherheit für Kitas und Eltern. Stattdessen erleben wir nur die provisorische Fortführung der Programme der Vorgängerregierung und die Ankündigung, weitere Gespräche zu führen. Diese sollten längst abgeschlossen sein, mögliche Maßnahmen auf dem Tisch liegen“, kritisiert der familienpolitische Sprecher Marcel Hafke. In der vergangenen Landesregierung hatte die FDP mit Joachim Stamp das Familienministerium inne.

Hintergrund ist die Antwort der Familienministerin auf eine Kleine Anfrage, in der die FDP sich nach der Arbeit der im Ministerium neu geschaffenen „Koordinierungsstelle Fachkräfteoffensive in den Sozial- und Erziehungsberufen“ erkundigt hatte. Diese soll Maßnahmen auf den Weg helfen, die Menschen in das Berufsfeld bringen oder darin halten sollen. Der FDP ist das nicht konkret genug. In ihrer Antwort führt Familienministerin Paul weiter aus, dass Vorhandenes wie etwa das Kita-Helfer-Programm ausgewertet und fortgeführt werde. Außerdem werde „aktuell eine abteilungsübergreifende Projektgruppe gebildet, die durch die Koordinierungsstelle geleitet wird“.

Damit bleibe die Ministerin hinter den eigenen Ankündigungen zurück, urteilt nun Marcel Hafke: „Anstatt auf konkrete Maßnahmen zu setzen, schafft sie eine zusätzliche Koordinierungsstelle, deren genaue Aufgabe unklar bleibt. Scheinbar wurde nicht mal die Bewertung der Programme der Vorgängerregierung abgeschlossen.“ Die FDP ruft nach mehr und flexibleren Möglichkeiten für Weiterqualifizierung und Quereinstieg in den Job. Es brauche man kurzfristige Anreize für Teilzeitkräfte, ihre Stunden zu erhöhen, und langfristig eine Erhöhung der Studienkapazitäten.

(szf)
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