Tagebaugebiet Garzweiler Wiederbelebung der „geretteten Dörfer“ – die Tonlage ändert sich

Düsseldorf/Erkelenz · Die Debatte um den Rückkauf von Häusern in den fünf geretteten Dörfern am Tagebau Garzweiler steht anscheinend unter neuen Vorzeichen. Ehemalige und verbliebene Einwohner glauben, dass die Chancen schwinden.

Das Dorf Keyenberg am Rande des Tagebaus Garzweiler wird nun doch nicht abgebaggert (Archivbild).

Das Dorf Keyenberg am Rande des Tagebaus Garzweiler wird nun doch nicht abgebaggert (Archivbild).

Foto: dpa/David Young

Menschen wie Jennifer Schaffrath sind in Sorge. Die 27-Jährige möchte ihr Elternhaus in Keyenberg zurückkaufen, das ihre Familie 2018 wegen des nahenden Tagebaubetriebes verlassen hat und das nun doch nicht dem Bagger weichen muss. „Es sind relativ wenige Leute, die darüber nachdenken, zurückzugehen“, sagt sie. „Aber für die, die es wollen, ist der ausschlaggebende Punkt dafür ihr altes Haus, das für sie Heimat bedeutet und das sie an die Kindheit erinnert.“ Irgendwelche alternativen Flächen im Ort will sie nicht erwerben – Bauland bekäme sie auch anderswo.