Düsseldorf Mahnwache gegen Rekrutierung Minderjähriger durch Bundeswehr

Düsseldorf · Anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar, wird am Freitag in Düsseldorf eine Kundgebung gegen die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr stattfinden. Mehr zu den Details der Mahnwache.

Soldaten stehen beim Antrittsbesuch von Verteidigungsminister Pistorius beim militärischen Organisationsbereich (OrgBer) Cyber- und Informationsraum (CIR) am Standort Rheinbach auf dem Gelände (Symbolbild).

Foto: dpa/Henning Kaiser

Verschiedene Organisationen rufen am Freitag zu einer Mahnwache gegen die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr auf. Der Protest werde am Freitag um 15 Uhr vor der NRW-Landesgeschäftsstelle der Grünen in Düsseldorf stattfinden, kündigte Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) NRW am Mittwoch in Dortmund an.

Anlass für die Kundgebung ist der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten (Red Hand Day), der am Montag (12. Februar) begangen wurde. Im vergangenen Jahr seien fast 2.000 Minderjährige von der Bundeswehr eingestellt worden, hieß es. Das waren mehr als im Jahr 2022 mit rund 1.770 Jugendlichen unter 18 Jahren. Neben der Friedensgesellschaft NRW rufen auch Pax Christi Essen und der Bund für Soziale Verteidigung zu der Mahnwache auf. Sie sehen die Grünen im Bund in der Pflicht, das in der Koalitionsvereinbarung angekündigte Ende von Rekrutierungen Minderjähriger „endlich in die Tat umzusetzen“.

„Der Krieg in der Ukraine hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wozu Soldat:innen bereit sein müssen: Andere Menschen zu töten - Soldaten und Zivilisten - und auch getötet zu werden“, sagte Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der Friedensgesellschaft. Auch der UN-Ausschuss für Kinderrechte dränge darauf, keine Minderjährigen mehr zu rekrutieren und auch die Werbung an Schulen zu beenden.

(esch/epd)