Marode Infrastruktur: Dobrindt verspricht Hilfen für Brücken-Sanierung

Marode Infrastruktur : Dobrindt verspricht Hilfen für Brücken-Sanierung

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat NRW konkrete Unterstützung für die Infrastruktur zugesagt. "Nordrhein-Westfalen hat seine Besonderheiten bei den sanierungsbedürftigen Brücken", sagte Dobrindt unserer Redaktion. Daher werde er ein Viertel des mehr als eine Milliarde Euro umfassenden Brückenmodernisierungsprogramms in NRW einsetzen. "In dieser Frage habe ich eine klare Priorisierung für Nordrhein-Westfalen."

Dobrindt hatte gestern die rund 50 Jahre alte Autobahnbrücke auf der A1 bei Leverkusen besucht. Sie ist wegen ihrer Baufälligkeit seit zwei Monaten für Lkw ab 3,5 Tonnen gesperrt. Bis 2020 soll die Brücke durch einen rund eine halbe Milliarde Euro teuren Neubau ersetzt werden. Wegen der Dringlichkeit soll der Baubeginn durch einen eingeschränkten Klageweg um anderthalb Jahre vorgezogen werden.

Auch bei Schienenprojekten in NRW drückt Dobrindt aufs Tempo. Beim Rhein-Ruhr-Express soll es nach Auskunft des Ministers noch in diesem Jahr "eine Finanzierungsvereinbarung über die Teilstrecke Köln-Leverkusen und über den Bahnhof Dortmund geben". Das Volumen werde rund 230 Millionen Euro umfassen. Von den Planfeststellungsverfahren, die für die Gesamtstrecke nötig seien, seien sechs bereits eingeleitet. "Der Bund beteiligt sich mit 35 Millionen Euro an den Planungskosten, um das Projekt zu beschleunigen."

(qua)