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Das Ende der Braunkohle könnte für NRW auch eine Chance sein.

Kommentar zur Energiewende : Braunkohle-Umbau als Chance für Laschet

Die Vorschläge für eine Unterstützung des Rheinischen Reviers für die Zeit nach der Braunkohle können nur als Anfang gesehen werden. Zwei Dinge sind jetzt wichtig.

Erstens muss erreicht werden, dass es als Ersatz genügend preiswerten Strom aus Windkraft, Sonne und Gas gibt. Denn so schwierig der Wegfall von 10.000 Jobs bei RWE ist, viel bedrohlicher wäre, wenn Zehntausende weitere Stellen in der Chemie oder der Metallindustrie wegfallen. Also muss die Kommission einen flexiblen Endtermin für die Braunkohle festlegen, um bei Verzögerungen des Ausbaus alternativer Energien Zeit zu haben.

Zweitens müssen die Modernisierungspläne für das Revier schnell konkret werden: Einige Windparks sind Pflicht, Labore für die Power-to-Gas-Technologie wären gut, eine engere Kooperation mit den Hochschulen auch. Es muss viel geschehen. Gewinner wäre NRW als Ganzes und vielleicht Ministerpräsident Armin Laschet. Gelingt es dem CDU-Mann, einen nicht zu radikalen Braunkohleausstieg mit einer Vision zu verkoppeln, steigen seine Chancen, in nicht allzu ferner Zeit Kanzler zu werden. Angela Merkel ist angezählt, eine neue Koalition ist ohne Grüne schwer denkbar – da könnte eine schlaue Verbindung von Ökologie und Ökonomie ihm viel bringen.