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Corona-Regeln in NRW: Was gilt jetzt? Freizeit, Clubs und Kontakte

Gastronomie, Einzelhandel, Kontaktbeschränkungen : Diese Corona-Regeln gelten jetzt in NRW

Die Omikron-Welle läuft auch in NRW an, die Landesregierung hat die Corona-Schutzregeln entsprechend verschärft. Wir fassen zusammen, was ab Donnerstag gilt – und welche Regeln noch immer gültig sind.

Ab Donnerstag, dem 13. Januar 2022, gelten in NRW verschärfte Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie – geregelt werden sie in der Corona-Schutzverordnung. Wir geben den Überblick, welche Regeln jetzt in Nordrhein-Westfalen gültig sind.

Einige wichtige Begriffe vorab:

  • 3G - Zugang nur für vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete (negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden oder negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden).
  • 2G - Zugang nur für vollständig Geimpfte und Genesene.
  • 2G plus - Zugang nur für vollständig Geimpfte und Genesene, die zusätzlich ein aktuelles, negatives Testergebnis mitbringen (Schnelltest nicht älter als 24 Stunden, PCR-Test nicht älter als 48 Stunden). Wichtige Ausnahme ab dem 13. Januar: Geboosterte brauchen bei 2G plus keinen zusätzlichen Corona-Test mehr. Das Gleiche gilt für Menschen, die nach vollständiger Immunisierung von einer Infektion genesen sind. Die Befreiung von der Testpflicht greift für Geboosterte unmittelbar ab Erhalt der dritten Impfung, sie müssen also nicht erst zwei Wochen warten.
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  • Wann gilt man in NRW als vollständig geimpft? Grundsätzlich zwei Wochen nach Erhalt der zweiten Dosis des Vakzins von Moderna, Biontech oder Astrazeneca - oder zwei Wochen nach Erhalt der Einzeldosis von Johnson & Johnson. Das digitale Impfzertifikat ist vorerst zwölf Monate gültig.
  • Wann gilt man in NRW als genesen? Der Nachweis erfolgt über ein positives PCR-Testergebnis, das nicht jünger als 28 Tage und nicht älter als sechs Monate sein darf.
  • Wann gilt man in NRW als geboostert? Der Bund arbeitet noch an seiner „Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung“, am Freitag (14.1.) soll es Klarheit für die Umsetzung in NRW geben. Mindestens bis dahin gilt: Bürger, die eine dritte Impfung mit Biontech, Astrazeneca oder Moderna bekommen haben, gelten als geboostert. Menschen, die eine Erstimpfung mit Johnson & Johnson bekommen haben, brauchen dazu in NRW nur eine weitere Impfung.

Welche Corona-Regeln gelten jetzt in der Gastronomie? 

Ab dem 13. Januar gilt in Restaurants und Kneipen die 2G-plus-Regel. Eine Ausnahme ist das bloße Abholen von Speisen und Getränken  - dann ist kein aktuelles Testergebnis notwendig. Wichtig: Geboosterte und nach Impfung Genesene (siehe oben) können auf den zusätzlichen Corona-Test verzichten, sie gelten in allen Bereichen mit 2G-Plus-Beschränkung bereits als getestet.

Wie funktionieren Testungen vor Ort?

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gibt es erstmals die Möglichkeit, beaufsichtigte Corona-Tests vor Ort durchzuführen. Es entfällt dann die Pflicht, ein offizielles Schnelltest-Ergebnis vorzulegen. Relevant ist diese Regelung für alle Bereiche, wo 3G oder 2G plus gelten, etwa beim Sport in Innenräumen. Wichtig: Der Schnelltest muss unter Aufsicht durchgeführt werden (etwa durch das Personal vor Ort oder durch den Vereinstrainer), und das negative Ergebnis berechtigt nur zum Zutritt zu diesem konkreten Angebot. Die Aufsichtsperson kann also keinen Testnachweis erstellen, wie man ihn von einer offiziellen Teststelle bekommen würde. Ob eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der Betreiber der jeweiligen Einrichtung.  

Wo herrscht in NRW ab Januar Maskenpflicht?

Ab dem 13. Januar wird die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken ausgeweitet. So müssen nun auch in Warteschlangen im Freien medizinische Masken getragen werden, außerdem bei Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine 3G- oder 2G-Zugangsregelung gilt. Bereits im Dezember war die Maskenpflicht verschärft worden, sie gilt seither auch für Immunisierte bei der Berufsausübung in Innenräumen sowie in Fahrzeugen, und zwar selbst dann, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann. Sie gilt zudem auch für Immunisierte in Bildungs- und Kultureinrichtungen, auf Messen oder Familienerholungsfahrten – unabhängig von festen Sitzplätzen oder Anordnungen im Schachbrettmuster. Weitere Details zur Maskenpflicht in NRW finden Sie hier.

Welche Regeln gelten für Großveranstaltungen in NRW?

Hier werden die Corona-Regeln zum 13. Januar vereinheitlicht: Es gilt nun eine Zuschauer-Obergrenze von 750 Personen. Das betrifft auch überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele, die zuletzt ganz ohne Publikum stattfinden mussten. 

Was gilt bei Sport und Wellness in NRW?

Da beim Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern (außer in Umkleiden und Gängen) und bei Wellnessangeboten keine Masken getragen werden können, gilt dort weiter die 2G-Plus-Regel - mit der oben beschriebenen Ausnahme, dass Geboosterte und Genesene auf den zusätzlichen Test verzichten können. 2G Plus gilt auch für diverse weitere Einrichtungen und Angebote in NRW, darunter das Singen im Chor ohne Maske.

Brauchen in NRW auch Kinder einen Corona-Test?

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind mit Geimpften und Genesenen gleichgestellt, zumal sie regelmäßig in der Schule getestet werden. Sie brauchen keinen zusätzlichen Test, wenn 3G, 2G oder 2G plus gelten. Wichtig: Dass die Kinder jünger als 15 sind, müssen sie oder ihre Eltern gegebenenfalls nachweisen - mit einem entsprechenden Ausweisdokument.

Welche Kontaktbeschränkungen gelten in NRW?

Bereits seit Dezember gelten Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene. Private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich sind demnach nur mit maximal zehn Personen erlaubt – eine Begrenzung der Anzahl von Hausständen gibt es hier nicht. Von den Kontaktbeschränkungen sind Kinder bis einschließlich 13 Jahre ausgenommen. Innerhalb des eigenen Hausstands gelten keine Personenbegrenzungen. Sobald aber eine ungeimpfte Person teilnimmt, gelten wieder die strengeren Auflagen. Dann dürfen nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen.

Wie ist der Zugang zum Einzelhandel geregelt?

Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf seit Ende 2021 nur noch in Läden für den täglichen Bedarf. Dazu zählen etwa Lebensmittel- und Getränkeläden, Baby- und Tierbedarfsfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Tankstellen, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und der Großhandel. In allen anderen Läden gilt die 2G-Regel. Der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden.

Was gilt für Kultur und Freizeit in NRW?

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In Museen, Ausstellungen, Theatern, Kinos, Tierparks, Zoos, Freizeitparks und für touristische Hotelübernachtungen gilt nach wie vor die 2G-Regel. Für Schwimmbäder, Wellnesseinrichtungen und Sport in Innenräumen gilt zusätzlich 2G Plus. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von den Beschränkungen ausgenommen.

Braucht man am Arbeitsplatz einen Corona-Test? 

Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel – alle Angestellten müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet sind.

Welche Corona-Regeln gelten in Bus und Bahn? 

Im öffentlichen Personenverkehr gilt in Nordrhein-Westfalen weiter die 3G-Regel und Maskenpflicht. Erlaubt sind auch einfache OP-Masken, das kann sich aber ändern: Es gibt erste Forderungen zur Rückkehr zur FFP2-Pflicht in Bussen und Bahnen.

Welche Bußgelder werden bei Verstoß gegen die Regeln fällig?

Wer in Bus oder Bahn zwar eine medizinische Maske dabei hat, sie aber nicht über Mund und Nase zieht, oder aber nur eine Alltagsmaske trägt, zahlt 150 Euro. Der gleiche Betrag wird fällig für all jene, die ohne medizinische Maske bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie etwa dem Einkauf im Handel oder dem Behördengang erwischt werden.

Wer weder genesen noch getestet ist und an einer 2G-Veranstaltung teilnimmt, muss 250 Euro Bußgeld zahlen, für die Veranstalter oder Betreiber, die Nicht-Immunisierte einlassen, werden 1000 Euro fällig. Hat der Veranstalter selbst einen gefälschten Impfpass, verdoppelt sich das Bußgeld von bislang 1000 Euro auf dann 2000 Euro. Unterlässt er zudem die Kontrolle der Test- und Impfnachweise, beträgt das Bußgeld 2000 Euro. Die Fälschung eines Testnachweises schlägt mit zwischen 2000 und 5000 Euro zu Buche.

(maxi/rls/jra)