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Corona NRW: Impfstart von SPD kritisiert - Armin Laschet verteidigt sich

Corona-Pandemie in NRW : SPD wirft Landesregierung verpatzten Impfstart vor – Laschet verteidigt sich

Zum Start der Impfterminvergabe für NRW-Bürger waren die Anmelde-Webseiten und Hotlines oft nicht erreichbar. Die SPD wirft der Landesregierung schlechte Vorbereitung vor, Ministerpräsident Laschet wehrt sich.

Angesichts der Verzögerungen bei den Impfungen in Nordrhein-Westfalen hat SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty der Landesregierung vorgeworfen, falsche Hoffnungen bei den Menschen geweckt zu haben. In Deutschland gebe es kaum noch Bundesländer, die langsamer impften als Nordrhein-Westfalen, sagte der SPD-Oppositionsführer am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. Dass Rheinland-Pfalz oder Mecklenburg-Vorpommern dreimal so schnell vorankämen wie NRW zeige, „dass andere Bundesländer besser auf das Impfen vorbereitet waren als unser Land“.

Der Start der Vergabe der Impftermine für Personen ab 80 Jahren habe am Montag für viele Menschen mit „Frust und Enttäuschung“ begonnen, sagte Kutschaty. „Wenn wir hier das Vertrauen der Menschen zerstören, hat das gravierende Folgen.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte hingegen den holprigen Start der Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen. Anders als in anderen Bundesländern seien in Nordrhein-Westfalen alle Menschen ab 80 Jahren per Brief angeschrieben und über die Terminvergabe informiert worden, unterstrich Laschet am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. „Es ist doch lebensfremd zu glauben, dass das gut geht, wenn alle gleichzeitig zum Hörer greifen.“ Zum Start der Terminvergabe waren am Montag die Anmelde-Webseiten und Hotlines geradezu überrannt worden.

Gleichwohl seien in den ersten beiden Tagen jeweils zwei Impftermine an rund 275.000 Impfwillige in NRW vergeben worden, betonte Laschet. In den nächsten Tagen würden alle der rund eine Million Menschen ab 80, die sich impfen lassen wollen, einen Termin vereinbaren können. Jenseits aller Parteipolitik müsse doch anerkannt werden, „dass das ein gigantischer Vorgang ist, eine Million Menschen zu impfen und mit Terminen zu versorgen“, sagte Laschet. Er danke Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausdrücklich „für diesen großen Job“.

(mba/dpa)