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Corona-Liveblog: NRW vermeldet 116.000 Impfungen an einem Tag

Corona-Newsblog : Neuer Impfrekord in Deutschland - fast 740 000 Dosen an einem Tag verabreicht

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt immer weiter an Fahrt auf. Nun wurde ein neuer Rekord vermeldet. Am Vormittag informierten Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler über das Corona-Geschehen in Deutschland. Alle Entwicklungen im Newsblog.


  • In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut Robert Koch-Institut waren es rund 739 000 Impfungen nach 564 000 am Vortag. „Das ist ein neuer Tagesrekord“, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit. Vor einer Woche waren es schon einmal 725 000 an einem Tag.


    17,8 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung. In Bremen und im Saarland sind es mehr als 20 Prozent - in Hessen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern weniger als 17 Prozent. In der Altersgruppe 60+, die im Infektionsfall besonders von schweren Verläufen betroffen ist, liegen die Impfquoten je nach Land zwischen 33 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und knapp 50 Prozent in Bremen.


    Spahn hatte zuvor betont, dass die Impffortschritte derzeit nicht groß genug seien, um die dritte Corona-Welle zu brechen.

  • Binnen eines Tages sind in Nordrhein-Westfalen knapp 116 000 Impfungen gegen Corona erfolgt. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Impfstatistik des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden allein für Dienstag 115 613 Erst- und Zweitimpfungen in NRW gemeldet. Das sind mehr als an den beiden Tagen zuvor (Montag: 87 482, Sonntag: 71 667). Am Mittwoch der vergangenen Woche hatte es einen Impfrekord von mehr als 135 000 Menschen in NRW gegeben, wie die Landesregierung am darauffolgenden Donnerstag bekanntgegeben hatte.


    Nach dem Einstieg der Hausärzte ist die Zahl der Corona-Impfungen bundesweit wie auch in Nordrhein-Westfalen sprunghaft gestiegen. So kam der Umfang der Erstimpfungen durch die Hausärzte am Dienstag mit 49 576 schon nahe an die Zahl der Erstimpfungen in den Impfzentren, Kliniken und durch mobile Teams von insgesamt 54 374 Spritzen heran.


    Mehr als drei Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben seit Beginn der Aktion Ende Dezember eine Erstimpfung gegen Corona erhalten. Die Zahl stieg am Dienstag auf 3 124 564 Personen. Das entspricht 17,4 Prozent der Bevölkerung. Die Quote in dem mit rund 18 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesland liegt weiterhin leicht über dem Bundesdurchschnitt von 16,9 bei den Erstimpfungen.

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler haben am Morgen in Berlin über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie informiert. "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage", sagt Spahn in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. "Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer." Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten "Notbremse" beschlossen habe. "Impfen und Testen allein reichen nicht, um die dritte Welle zu brechen." Auch Wieler plädiert an die Entscheider: "Wir brauchen jetzt eine drastische Kontaktreduzierung".


  • 4/15/21 12:19 PM
    SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vorgeworfen, das Vertrauen der Bürger in der Corona-Pandemie „schwer überstrapaziert“ zu haben. Das, was er am Osterwochenende als „Brücken-Lockdown“ vorgeschlagen habe, hätten die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), zuvor inhaltlich auch schon gefordert. „Ihr Vorschlag vom Ostermontag ist ein einziges Plagiat, das ist peinlich, das zerstört Vertrauen“, sagte Kutschaty am Donnerstag in einer Landtagsdebatte in Düsseldorf. „Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn irgendwann die Kanzlerin dann sagt: "Jetzt reicht's mir! Wir regeln das bundesgesetzlich."“
  • 4/15/21 12:11 PM
    Die Stadt Köln plant eine Ausgangssperre, die offenbar schon morgen verkündet werden soll, wie mehre Medien berichten. Der WDR sagt, dass den Kölnern am Freitag offiziell die Ausgangssperre verkündet wird. Radio Köln hat erfahren, dass dieses Vorgehen auch rechtlich abgesichert ist: Die NRW-Landesregierung hat zugestimmt. Die Stadt Köln habe alle möglichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Aufgrund steigender Fallzahlen in der Domstadt sei die Ausgangssperre „ultima ratio“.
  • 4/15/21 12:04 PM
    Wir haben gesammelt und überlegt, überlegt und gesammelt. Herausgekommen ist ein großes Impfquiz, das hoffentlich viele Fragen beantwortet.
  • 4/15/21 12:04 PM
    Die neue Corona-Schutzverordnung erlaubt ab dem 29. März wieder den Betrieb von Sonnenstudios in Nordrhein-Westfalen. Das bisherige Verbot wurde aus dem Regelwerk gestrichen. Wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen allerdings bestimmte Vorgaben beachtet werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) begründete die Änderung am Freitag mit entsprechenden Gerichtsurteilen.Voraussetzung ist - wie auch zum Beispiel bei Kosmetikstudios -, dass das Sonnenstudio in einem Kreis oder einer Stadt liegt, wo es keine Beschränkungen durch ein hohes Infektionsgeschehen gibt. Sonst dürfen körpernahe Dienstleistungen ab dem 29. März allgemein gar nicht oder nach einem negativen Corona-Test angeboten werden.

  • 4/15/21 11:50 AM

    Nordrhein-Westfalen verlängert, mit kleinen Aktualisierungen, seine Corona-Schutzverordnung um eine Woche. „Damit bleibt die konsequente Umsetzung der Notbremse weiterhin bestehen in allen Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 100“, teilte die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mit. Die kurzfristige Verlängerung der Schutzverordnung bis zum 26. April soll die Zeit überbrücken, bis die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen greifen. Die bisher gültige Version war bis zum 18. April befristet.


    Tatsächlich haben Kommunen mit Notbremse - die also schon seit mehreren Tagen über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 liegen - in NRW aber die Möglichkeit, Allgemeinverfügungen zu erlassen, die den Bürgern mit aktuellen Tests etwa den Besuch von Geschäften und Museen weiter erlaubt.

  • 4/15/21 11:45 AM
    Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac erwartet Daten zur Wirksamkeit seines Covid-19-Impfstoffs unverändert noch in diesem Quartal. Der Antrag für eine bedingte Marktzulassung für das Mittel bei der Europäischen Union werde ebenfalls im zweiten Jahresviertel angestrebt, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit. CureVac wolle sein Covid-19-Impfprogramm zudem ausweiten und drei neue Studien bei bestimmten Populationen voraussichtlich schon bald beginnen. Bis Ende 2021 will das Unternehmen bis zu 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs und bis 2022 bis zu eine Milliarde Dosen herstellen.
  • 4/15/21 11:35 AM
    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in der Corona-Pandemie zu entschlossenem Handeln aufgerufen. „Die Lage ist dramatisch“, sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf. „Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu.“ Deshalb gelte: „Wir müssen jetzt handeln.“
    Laschet verteidigte seine Idee eines „Brücken-Lockdowns“ vom Osterwochenende. „Man hat die Idee lächerlich gemacht“, sagte er. Hätte man stattdessen den von ihm vorgeschlagenen schnellen harten Lockdown „als Teil einer Brücke zu mehr Perspektiven“ umgesetzt, wäre man heute schon weiter.

  • 4/15/21 11:05 AM
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich einem Bericht zufolge am Freitag mit dem Impfstoff Astrazeneca gegen Corona impfen lassen. Dies berichtete die "Welt" am Donnerstag ohne Angaben von Quellen. Die Kanzlerin ist über 60 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe derjenigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.


    Am Montag hatte Merkels Sprecher Steffen Seibert angekündigt, dass die Kanzlerin in Kürze die Impfung vornehmen lassen wolle. Auf diese Äußerung verwies am Donnerstag ein Regierungssprecher. Den Impftermin am Freitag wollte er nicht bestätigen. Die Öffentlichkeit werde erst nach der erfolgten Impfung informiert, sagte er.

  • 4/15/21 10:46 AM
    Die Ständige Impfkommission (Stiko) warnt vor einer Aufhebung der Impf-Priorisierung. Es müssten mit den begrenzten Impfstoffmengen weiter möglichst Menschen mit hohem Risiko vor einem schweren Covid-19-Verlauf geschützt werden, etwa Vorerkrankte, sagt Stiko-Chef Thomas Mertens unserer Redaktion. Damit schütze man auch die Intensivstationen. Durch Impfungen könne die aktuelle dritte Welle aber nicht wesentlich beeinflusst werden. "Dazu hätte man viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen."
  • 4/15/21 10:46 AM
    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat Hoffnungen auf schnelle Erfolge bei der Medikamentenforschung zur Behandlung von Covid-19 erneut gedämpft. Aus vielen Gesprächen mit Forschern sei immer wieder deutlich geworden, dass man keine Wunder erwarten dürfe, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Arzneimittelentwicklung dauere in der Regel Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte. „Es wird nicht die eine Wunder-Pille gegen Covid-19 geben können“, sagte Karliczek. Patienten benötigten stattdessen je nach Schwere oder auch Stadium der Erkrankung unterschiedliche Therapien. Hier wolle man ansetzen.


    Das Bundesforschungsministerium fördert die Medikamentenforschung mit 50 Millionen Euro. Ein Expertengremium hat inzwischen für mehrere Projekte Empfehlungen im Rahmen dieses Förderprogramms ausgesprochen. Als Gutachter beteiligt waren Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie in Frankfurt am Main, und Christoph Spinner, Oberarzt für Infektiologie und Pandemiebeauftragter des Klinikums rechts der Isar in München.

  • 4/15/21 10:27 AM
    Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Coronaschutzverordnung bis zum 26. April verlängert. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf am Donnerstagvormittag mit. In der neuesten Version der Schutzverordnung sind laut Staatskanzlei auch die Rahmenbedingungen für die digitalen Modellprojekte verankert.

  • 4/15/21 9:48 AM

    Die Bundesregierung fördert acht Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus. Auf Empfehlung des eingesetzten Expertengremiums hin würden in den nächsten Wochen die Förderentscheidungen fallen, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin. Die unterstützten Wissenschaftler verfolgten unter anderem Behandlungsansätze mit verschiedenen Antikörpern sowie einem RNA-Wirkstoff.


    Das Anfang des Jahres aufgelegte Förderprogramm der Regierung hat ein Volumen von zunächst 50 Millionen Euro. Unternehmen und Wissenschaftler konnten sich bis Mitte Februar bewerben. Weil einige vielversprechende Forschungsvorhaben mehr Zeit benötigten, um die Förderbedingungen zu erfüllen, soll es laut Karliczek eine weitere Einreichungsfrist im Sommer geben.

  • 4/15/21 9:47 AM
    Die Wahlhelfer zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt können bevorzugt geimpft werden. "Wir werden rechtzeitig vor der Landtagswahl mit den Impfungen beginnen können und damit einen Beitrag zum Infektionsschutz in den Wahllokalen leisten", erklärte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag in Magdeburg. Zur Landtagswahl am 6. Juni werden nach Angaben von Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mehr als 20.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt.
    Das Sozialministerium bat die Landkreise und kreisfreien Städte demnach "um schnellstmögliche Berücksichtigung" der Wahlhelfer bei den Corona-Impfungen. Die Wahlhelfer müssen als Voraussetzung für eine Impfung das personalisierte Berufungsschreiben der Gemeinden beziehungsweise der Kreiswahlleiter vorlegen.
    In Halle ist zudem eine ausdrückliche Bescheinigung zur Vorlage in den Impfzentren nötig. "Der Schutz der Personen, die als Wahlhelfer dieses wichtige Ehrenamt für unsere Demokratie ausüben, hat Priorität", erklärte Landeswahlleiterin Dieckmann.

  • 4/15/21 9:46 AM

    Forscher in Hessen haben ein wissenschaftliches Projekt gestartet, um Spuren von Corona-Mutanten im Abwasser zu untersuchen. Damit sollten ihre Verbreitungswege nachverfolgt werden, teilte die Technische Universität (TU) Darmstadt am Donnerstag mit. Bei dem Projekt sollen die Mutanten durch genetische Tests, einer sogenannten Genomanalyse, identifiziert werden.


    Forschern war es in der Vergangenheit bereits gelungen, das Coronavirus im Abwasser nachzuweisen. Nun soll das Abwasser als Quelle für genomische Informationen der Mutanten zur Verfolgung des Infektionsgeschehens genutzt werden. Dies gelte insbesondere für die Erforschung der Verbreitungswege der britischen Mutation B.1.1.7., die sich in Deutschland zur vorherrschenden Variante entwickelte.

  • 4/15/21 9:11 AM
    Experten des Kanzleramts sehen nach einem Zeitungsbericht bei einem per Bundesgesetz geregelten Corona-Lockdown rechtliche Risiken. In einem internen Vermerk aus dem Gesundheitsreferat werde darauf hingewiesen, dass das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen eine nächtliche Ausgangssperre aufgehoben hatte, berichtet die „Bild“-Zeitung (Donnerstag). Die „grundsätzliche Geltung einer nächtlichen Ausgangssperre“ sei mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit und die „derzeit nicht belegte Wirksamkeit“ problematisch, heißt es demnach darin.


    Für angreifbar wird auch gehalten, dass der Gesetzentwurf einen „rein inzidenzbasierten Maßstab“ und keine anderen Faktoren - „z.B. R-Faktor, Zahl der Intensivpatienten“ - vorsieht, um bundesweite Verbote auszulösen. Als „besonders problematisch“ werden dem Bericht zufolge in Anbetracht des Rechts auf Bildung auch „automatische Schließungen von Kitas und Schulen“ erachtet. Hingewiesen wird zudem darauf, dass im Einzelhandel die Beschränkung der Anzahl zulässiger Kunden für eine bestimmte Quadratmeterzahl bereits „mehrfach gerichtlich beanstandet“ wurde.


    Ein Regierungssprecher teilte auf Anfrage mit, der interne Willensbildungs- und Beratungsprozess der Bundesregierung unterliege dem Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung. Zu solchen internen Vorgängen, besonders im Zusammenhang mit Gesetzgebungsvorhaben im laufenden parlamentarischen Verfahren, nehme die Regierung daher nicht Stellung.

  • 4/15/21 9:01 AM
    Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt in der ARD die geplanten Ausgangsbeschränkungen. Sie seien lebensnah, es gebe Ausnahmen. "Das hat überall geholfen, in vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden - und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht." Oberhalb von 100 Infektionsfällen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müsse etwas geschehen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. "Wir wollen strenge Regeln haben." Und sie sollten einheitlich im ganzen Land sein, das werde nächste Woche beschlossen.
  • 4/15/21 9:01 AM
    Russland will seinen Impfstoff "Sputnik V" von Biotech-Unternehmen in Südkorea produzieren lassen. Mit den Unternehmen GL Alpha und Isu Abxis sei dazu eine Vereinbarung unterzeichnet worden, teilt der Sputnik-V-Vertreiber RDIF mit. Dabei gehe es auch um den Transfer von Technologie. Der Beginn der Produktion in einer ersten Pilot-Anlage von Isu Abxis in der Stadt Yong-In sei bereits für Ende April geplant.
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