Ausstieg aus der Kohle: Pinkwart zu Besuch im Rheinischen Revier

Minister-Besuch: Pinkwart will 1000 Jobs pro Jahr im Rheinischen Revier schaffen

Bis spätestens 2038 soll der Ausstieg aus der Kohle-Verstromung beendet sein. So will es die Kohlekommission. Wie das funktionieren soll, erklärte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Samstag bei einem Besuch in Bergheim.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung sieht gute Chancen, dass sich der Arbeitsplatzverlust durch den Ausstieg aus der Braunkohle ausgleichen lässt. „Unser Ziel ist es, dass im Rheinischen Revier in den kommenden 20 Jahren jährlich bis zu 1000 neue hochwertige Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Gewerbe sowie in neuen Zukunftsbereichen entstehen“, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Samstag in Bergheim. So könnten die Verluste bei Arbeitsplätzen und Wertschöpfung mindestens kompensiert werden.

„Nun müssen alle Akteure die Ärmel hochkrempeln“, sagte Pinkwart laut Mitteilung. Es komme darauf an, die Kernkompetenzen der Region auf den Feldern Energieversorgung und Ressourcensicherheit auszubauen. Der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Michael Kreuzberg, sprach von einer „Jahrhundertchance für das Rheinische Revier“.

Pinkwart traf sich in Bergheim mit Abgeordneten aus dem Europaparlament, dem Bundes- und dem Landtag sowie Kommunalpolitikern, um sie über die Empfehlungen der Kohlekommission zu unterrichten.

Nach Angaben der NRW-Landesregierung sollen von den 40 Milliarden Euro, die der Bund nach dem Konzept der Kohlekommission den betroffenen Ländern als Strukturhilfen zahlen soll, 15 Milliarden nach Nordrhein-Westfalen fließen.

(kess/dpa)
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