1. NRW
  2. Landespolitik

Afghanische Ortskräfte sind in NRW-Kommunen angekommen

Nach dem Desaster : Afghanische Ortskräfte sind in Kommunen angekommen

Erst in letzter Minute waren viele afghanische Ortskräfte ausgeflogen worden, jetzt leben mehr als 2000 von ihnen schon seit einigen Wochen in nordrhein-westfälischen Kommunen. 97 Prozent sind Eltern mit minderjährigen Kindern.

Die Integration der afghanischen Ortskräfte kommt voran. Wie das Landesintegrationsministerium unserer Redaktion mitteilte, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit Stand vom 19. Januar 2022 insgesamt 2.334 ehemalige Ortskräfte und ihre Kernfamilien sowie weitere besonders schutzbedürftige Personen (Bürgerrechtlerinnen, Menschenrechtsaktivistinnen, Künstlerinnen, Journalistinnen inklusive Familienangehörigen) Nordrhein-Westfalen zugewiesen. Davon leben bereits 2126 Menschen in nordrhein-westfälischen Kommunen. Bei den Verteilentscheidungen würden unter anderem verwandtschaftliche Beziehungen sowie Integrations-, Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeit vor Ort, aber auch die Aufnahmesituation in den Kommunen berücksichtigt, hieß es im Ministerium weiter.

Ganz überwiegend handele es sich um Einreisen von Eltern mit ihren minderjährigen Kindern (rund 97 Prozent). Von den einreisenden Personen seien 46 Prozent minderjährig und weitere rund 46 Prozent sind zwischen 18 und 49 Jahre alt. Aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen zu bereits in nordrhein-westfälischen Kommunen lebenden Angehörigen sowie Kontakten zu ehemaligen Arbeitgebern (unter anderem Stiftungen) und Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort seien bislang knapp 30 Prozent der eingereisten Personen in Großstädten auf der so genannten Rheinschiene (zum Beispiel Bonn, Köln, Düsseldorf) untergebracht worden.

  • Straßenwalzen fahren bei Asphaltarbeiten am 07.09.2013
    Antrag von CDU und FDP geht durch : Landtag bringt Ende der Straßenbaubeiträge auf den Weg
  • Eine Aktion gegen Motorradlärm des ADAC
    Kreis Kleve : Sicher in die Motorrad-Saison starten
  • Die Frage der Bedarfsermittlung von Sand
    Auskiesung am Niederrhein : Neuer Termin in Sachen Kies-Klage vor Gericht

Ortskräfte und besonders schutzbedürftige Personen aus Afghanistan, die vom Bundesministerium des Innern (BMI) eine Aufnahmezusage erhalten haben, werden durch das Bamf unter Berücksichtigung etwaig bereits bestehender familiärer Bindungen im Bundesgebiet nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel (Nordrhein-Westfalen: 21,08 Prozent) auf die Länder verteilt.

Innerhalb von Nordrhein-Westfalen werden die afghanischen Ortskräfte durch das Kompetenzzentrum für Integration (KfI, Bezirksregierung Arnsberg) Kommunen zugewiesen. Die Menschen, die zum Teil unter Einsatz ihres Lebens für Deutsche in Afghanistan arbeiteten, müssen kein Asylverfahren durchlaufen. Viele von ihnen wurden buchstäblich in letzter Minute ausgeflogen, nachdem die radikalislamischen Taliban die Macht übernommen hatten.

(kib)