Gewalt gegen Beamte auf Streifen: 1734 NRW-Polizisten im Dienst verletzt

Gewalt gegen Beamte auf Streifen : 1734 NRW-Polizisten im Dienst verletzt

(RP). Immer häufiger werden Polizisten in NRW während ihres Streifendienstes verletzt. Eine Untersuchung des Landeskriminalamts in Düsseldorf kommt zu dem Ergebnis, dass 2010 insgesamt 1734 Polizeibeamte durch Angriffe verletzt wurden.

83 Prozent der Opfer waren Polizisten im Streifendienst. Bei den Tätern handelt es sich überwiegend um Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren. Mehr als Dreiviertel der Angreifer standen bei den Attacken auf die Beamten unter Alkoholeinfluss.

Eine Online-Befragung von mehr als 20.000 Polizisten in zehn Bundesländern, die vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen durchgeführt wurde, macht deutlich, dass die Gewalt gegen Beamte markant zugenommen hat.

Demnach stieg die Zahl der schwer verletzten Polizisten zwischen 2005 und 2009 um 60 Prozent. Mehr als ein Viertel wurde mit der Faust geschlagen oder mit Füßen getreten, acht Prozent wurden mit einer Waffe bedroht.

Die CDU-Landtagsfraktion fordert die rot-grüne Landesregierung jetzt auf, eine Bundesratsinitiative zu starten, damit Straftaten gegen Beamte ernsthaft geahndet werden können. Die Mindestfreiheitsstrafe soll nach Plänen der Union sechs Monate betragen.

(RP)