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NRW: Haushalte geben weniger Geld für Bücher aus

25 Euro im Monat : Haushalte in NRW geben weniger Geld für Bücher aus

Die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen geben deutlich weniger für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften aus als noch vor zehn Jahren.

2018 wendeten die Privathaushalte für diese Medien durchschnittlich 25 Euro im Monat auf, gegenüber 30 Euro im Jahr 2008, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Auch der Anteil dieses Segments an den gesamten Ausgaben für Freizeit, Kultur und Unterhaltung sank in dieser Zeit von 11,1 Prozent auf 8,2 Prozent.

Die Ausgaben für Kauf, Download oder Ausleihen von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften hängen den Angaben zufolge vom Alter des Hauptverdieners in einem Haushalt ab. War der Hauptverdiener jünger als 65 Jahre ist, gab der Haushalt im Jahr 2018 nur 21 Euro monatlich dafür aus, acht Euro weniger als zehn Jahre zuvor. War der Hauptverdiener mindestens 65 Jahre alt, stiegen die Ausgaben dagegen von 32 auf 37 Euro im Monat an.

Überdurchschnittlich viel - jeden Monat 31 Euro - wendeten demnach Haushalte mit hohem Bildungsstand für die gedruckten Medien einschließlich Leihgebühren, Downloads und Apps auf. Spitzenreiter bei den Ausgaben waren ältere, hoch gebildete Menschen mit monatlichen Ausgaben von 47 Euro in 2018. Am wenigsten ließen sich Haushalte jüngerer Menschen mit niedrigem Bildungsstand die Bücher und Zeitungen kosten, hier waren es lediglich zehn Euro.

Die Zahlen stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die alle fünf Jahre in den Bundesländern durchgeführt wird. Bei der letzten Erhebung 2018 hatten von den 8,7 Millionen Privathaushalten in NRW rund 10.500 drei Monate lang ein Haushaltsbuch geführt.

(chal/kna)