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Monschau: Helge Schneider beim Festival

Oper, Jazz und mehr in Monschau : Musik im Schatten der Burg

Das Monschau Festival lockt seit vielen Jahren Musikfreunde auf die mittelalterliche Burg am Rand der Eifel. Auch in diesem Jahr ist das Programm vielfältig.

Das Monschau Festival ist ein kleines, aber überregional bekanntes Musik-Festival. Im Jahr 2000 fand es das erste Mal statt, noch als Monschau Klassik und mit einem reinen Opern-Programm. Die Idee war damals, Opern attraktiv anzubieten. Seitdem hat sich viel getan, schon früh kamen Operetten und Jazz zum Programm des Klassik-Festivals dazu. Inzwischen biete das Festival eine bunte und interessante Festivalmischung, von Klassik bis zu moderner Musik, sagt Helmut Lanio, der schon seit der ersten Monschau Klassik das Festival mitorganisiert. Dass wirklich jede Musikrichtung einen Platz beim Festival findet, das gehört mit zu seinem Charme.

Das Monschau Festival findet jedes Jahr auf der Tribüne in der mittelalterlichen Monschauer Burg statt. Es sei ja eigentlich ein Provinzfestival, meint Lanio, aber trotzdem hätten sie jedes Jahr ein großes Angebot namhafter Künstler auf der Burg, in romantischer Atmosphäre. Für das beschauliche Monschau mit mittelalterlichem Stadtzentrum und Kopfsteinpflaster ist das Monschau Festival eine logistische Herausforderung. Aber mit drei Parkplätzen und kostenlosen Shuttlebussen hätte Monschau auch eine gute Infrastruktur für die Anreise zum Festival, sagt Lanio.

Neun Veranstaltungen bietet das Monschau Festival dieses Jahr im Burghof, von einer großen Operngala über ein Märchen-Musical bis zu Helge Schneider ist alles dabei. Insbesondere die Konzerte von Jethro Tull, „Höhner meets Classic“ und Gregor Meyle stoßen bei den Festivalbesuchern auf hohe Resonanz.

Rigoletto & More Die große Operngala steht ganz in der Tradition der Monschau Klassik. Der Dirigent Juri Gilbo präsentiert zusammen mit dem großen Orchester der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg klassische Höhepunkte der letzten Festival-Jahre. Mit dabei als Solisten sind außerdem die Sopranistin Diana Darnea, die Mezzo-Sopranistin Nidia Palacios, der Tenor Antonio Rivera und der Bass Igor Storozhenko. Aufgeführt werden große Melodien und Arien von Mozart, Rossini, Donizetti, Puccini und Verdi (Samstag, 18. August, 20.30 Uhr).

Helge Schneider „Ene mene mopel!“ heißt das Programm, das Helge Schneider beim Monschau Festival auf die Bühne bringt. In Monschau zeigt er die gesamte Breite seiner Kunst, bewegt sich irgendwo zwischen Hoch- und Subkultur und verbindet spielerisch Gegensätze wie Schlager, Pop und Jazz. Der Komiker, Entertainer und Multi-Instrumentalist widmet sich bei seinem Auftritt dem Klavier, mit dabei sind außerdem Trompete, Quetschkommode und die „panische“ Flöte. Zwischendurch unterhält er mit unglaublichen Geschichten. Helge Schneider ist ein wahrer Meister seiner Kunst, für seinen ganz eigenen Humor hat er schon viele Auszeichnungen, wie den Echo oder den Deutschen Comedypreis (unter anderem für sein Lebenswerk) entgegengenommen (Sonntag, 19. August, 20.30 Uhr).

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Konstantin Wecker Trio „Konstantin Wecker ist nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich großartig“, sagt Festivalmacher Lanio über den berühmten Liedermacher. In Monschau wird er von Cellistin Fany Kammerlander und seinem langjährigen Bühnenpartner, Pianist Jo Barnikel, begleitet. Die lyrischen Klavierstücke, zusammen mit dem Klang des Cellos, geben dem Konstantin Wecker Trio seinen ganz besonderen, unverwechselbaren Klang. Zwischen Wut, Zärtlichkeit und Widerstand widmet sich das Trio der Suche nach dem Wunderbaren (Montag, 20. August, 20.30 Uhr).

Märchen-Musical „Zwerg Nase“ Die Märchenaufführungen haben beim Monschau Festival Tradition. Dieses Jahr zeigt die Musikbühne Mannheim Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“. Das Märchen erzählt von dem Jungen Jakob, der von einer Zauberin in den hässlichen Zwerg Nase verwandelt wird. Mithilfe der Gans Mimi macht er sich auf die Suche nach dem Kraut, das ihn von dem Zauber erlösen kann. Die Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und Mut wird von flotter Musik begleitet. Für Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene, Eintritt nur 2,50 Euro (Dienstag, 21. August, 14 Uhr).

Nana Mouskouri Mit weltweit 300 Millionen verkauften Tonträgern und über 300 Goldenen, Platin und Diamantenen Schallplatten ist die 83-Jährige nach Madonna die zweiterfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Bekannt wurde Nana Mouskouri in Deutschland mit ihrem Schlagerhit „Weiße Rosen aus Athen“. Aber nicht nur der Schlager, sondern auch Jazz, Chanson und Folklore gehören zu ihrem Repertoire. „Dass Nana Mouskouri ihren einzigen Sommerauftritt in Deutschland bei einem Provinzfestival gibt, das ist wirklich toll und ein gutes Zeichen für Monschau“, sagt Helmut Lanio. Auf der Tribüne in der Monschauer Burg zeigt Mouskouri ihr Programm „Forever Young“, mit dem sie dieses Jahr auf Tour ist (Freitag, 24. August, 20.30 Uhr).

Nils Landgren – All Stars Das Konzert von Nils Landgren ist eine Hommage an Leonard Bernstein mit Musik zwischen Klassik und Jazz. Begleitet wird der schwedische Posaunist unter anderem von der US-Sängerin Janis Siegel und der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg mit Dirigent Juri Gilbo. Gemeinsam geben sie einen musikalischen Rückblick auf das Wirken des freigeistigen amerikanischen Komponisten, der unter anderem weltweit bekannte Lieder wie „America“, „Somewhere“, „One Hand, One Heart“, „Cool“, „Tonight“ oder „Some Other Time“ schuf (Sonntag, 26. August, 20.30 Uhr).