1. NRW
  2. Kultur

„Maria 2.0“ will 20.000 Protest-Postkarten an den Papst schicken

Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche : „Maria 2.0“ will 20.000 Protest-Postkarten an den Papst schicken

Zum Auftakt der Weltsynode will die Initiative mit ihrer Aktion Bewegung in ihren Kampf für mehr Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche bringen.

Die katholische Reforminitiative „Maria 2.0“ will Papst Franziskus anlässlich der Eröffnung der Weltsynode reihenweise Protestpostkarten schicken. Mit rund 20.000 gleichlautenden Postkarten will die Bewegung das Kirchenoberhaupt auf ihre Forderungen für Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche und gegen patriarchale Strukturen aufmerksam machen. „Ich weiß nicht, wie lange ich es in dieser Kirche noch aushalten kann und will!“ steht dort geschrieben. Die Absender prangern „hermetische Kleriker-Bünde“ in der Kirche an, die zur „Vertuschung der sexualisierten Gewalt beigetragen haben“. Papst Franziskus solle mit der Protestaktion aufgefordert werden, die Probleme in der weltweiten Synode aufzugreifen und Frauen in diesen Prozess mit einzubeziehen, teilte die Initiative „Maria 2.0“ am Montag mit.

Wie ein Sprecher der Initiative sagte, stammt die Idee aus der „Maria 2.0“-Gruppe in Hamburg, stieß aber bei überregionalen Koordinierungs-Treffen schnell auch in zahlreichen weiteren Gemeinde- und Bistumsgruppen bundesweit auf Begeisterung. Die 20 000 Postkarten sollen vom 1. bis zum 6. November verschickt werden. „Wir wollen den Vatikan mit diesen Postkarten buchstäblich zumüllen, damit die Verantwortlichen dort endlich aufmerksam werden, dass es so nicht weitergehen kann“, sagte Sprecher Altfried Norpoth, der auch für die bundesweite Koordination der Aktion zuständig ist.

  • Am 1. November ist Allereiligen.
    Feiertage : Allerheiligen 2021 - In welchen Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag?
  • Teströhrchen in einem Labor.
    Corona-Zahlen im Kreis Mettmann : Inzidenzwert steigt auf 69 an
  • Der Flughafen Weeze bietet auch im
    Das Angebot am Airport Weeze für den Winter steht : Geschäftsführer sieht Flughafen im Steigflug

Papst Franziskus hatte die von ihm erdachte zweijährige Weltsynode am 10. Oktober eröffnet. Bei einer Konferenz der Weltbischöfe will er im Herbst 2023 über neue Regeln innerhalb der Kirche beraten, die dann in einem Apostolischen Schreiben verankert werden. Dieses soll ein Leitfaden für Reformen in der Kirche sein, an denen sich dann weltweit alle Gemeinden orientieren können. Zur Vorbereitung werden zunächst bis April 2022 die Gläubigen über den Zustand der Kirche angehört. Der Papst nennt das „Phase des Zuhörens und der Konsultation“ und lädt auch Laien dazu ein.

(bora/dpa)