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London: Tom Jones feiert seinen 80. Geburtstag

Popsänger feiert Geburtstag : Vegas-Legende Tom Jones wird 80 Jahre alt

Der weltbekannte Popsänger, der einmal als Fabrikarbeiter begonnen hat, hat auch künstlerisch seit dem 70er-Jahre-Tief einen weiten Weg hinter sich. Seine nächste Tournee ist für das Jahr 2021 angesagt.

(dpa/bur) Seinen ersten Hit singt Tom Jones immer noch gern, manchmal sogar spontan. In der britischen Casting-Show „The Voice“, in der Jones als Coach mitwirkt, forderte ihn Popsänger Olly Murs vor ein paar Monaten auf, „It‘s Not Unusual“ zu singen. Der Altstar ließ sich nicht lange bitten und sorgte beim Publikum für tosenden Applaus. Sir Tom Jones ist ein Star für Generationen. Am Sonntag, 7. Juni, wird er 80 Jahre alt.

Als Thomas Jones Woodward wird er 1940 in Wales geboren. Schon als Kind entdeckt er die Leidenschaft für das Singen, doch nach einem kurzen Schulbesuch verdiente er sich zunächst als Fabrikarbeiter und Staubsaugervertreter sein Geld. Abends tritt er mit einer Band als Tommy Scott and the Senators in Arbeiterclubs und Tanzhallen auf. Sein kräftiger Bariton-Gesang macht Vertreter der Musikbranche aufmerksam. Manager Gordon Mills bringt die Gruppe schließlich nach London, 1963 folgt der erste Plattenvertrag. Die zweite Single „It’s Not Unusual“ bringt den Durchbruch – Jones wird zum Weltstar und erhält 1966 den Grammy.

Der Sänger wird bald zum Entertainer. Er moderiert seine eigene TV-Show, tritt in New York und den Casinos von Las Vegas auf. Doch Anfang der 70er Jahre endet die Erfolgsserie. Alben floppen, dafür wird Jones eine feste Größe in Las Vegas. Künstlerisch ist das hinderlich. Man habe ihm das „Vegas-Label“ verpasst. „Die Leute“, schrieb Jones in seiner Biografie, „meinen selten etwas wirklich nett, wenn sie dich einen Entertainer nennen.“

Seit 2012 glänzt Jones, der 2005 zum Ritter geschlagen wird, als Coach bei „The Voice“. Zuletzt begeisterte er mit der Album-Trilogie „Praise & Blame“, „Spirit In The Room“ und „Long Lost Suitcase“. Eine Tournee ist für 2021 geplant.

„Die meisten Leute werden erst von den Kritikern gelobt und machen schließlich Kabarett“, schrieb er, und meint auch die Shows in Las Vegas: „Ich habe offenbar erst Kabarett gemacht und wurde schließlich von den Kritikern gelobt. Ich hab die Reise rückwärts gemacht.“