Kölner Schauspielhaus: Abgesprungener Intendant wirft Köln Provin

Debatte am Schauspielhaus : Abgesprungener Intendant wirft Köln Provinzialität vor

Erst vor einer Woche war Carl Philip von Maldeghem als neuer Intendant des Kölner Schauspiels vorgestellt worden. Nach heftiger Kritik hat er nun wieder abgesagt – und kritisiert die Debatte um seine Person als „provinziell“.

Der nach herber Kritik als neuer Kölner Schauspielintendant abgesprungene Carl Philip von Maldeghem hat der Stadt Provinzialität vorgeworfen. „Diese Debatte, die ich in Köln jetzt erlebt habe, die empfinde ich als provinziell“, sagte Maldeghem der Deutschen Presse-Agentur.

„Ich finde, es ist total provinziell, wenn Menschen, die sich für intellektuell halten, eine Vorverurteilung über mich in die Welt setzen, ohne meine Arbeit zu kennen. Das ist für mich weder weltläufig noch tolerant.“ Für beschädigt halte er sich nicht.

Maldeghems Berufung durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) war zuvor scharf kritisiert worden. So sprach der Schriftsteller Navid Kermani von einer „Demütigung für Köln“: In Maldeghems Biografie finde sich „nichts, was aufregend und frisch für eine Großstadt sein könnte“, kritisierte der Friedenspreisträger.

Dieser Kandidat sei lediglich „bequem, dankbar und pflegeleicht“. Maldeghem hatte daraufhin am Freitag mitgeteilt, dass er lieber doch auf seinem derzeitigen Posten als Intendant des Salzburger Landestheaters bleiben wolle.

(kess/dpa)
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